Vietnam

Auf Vietnam haben wir uns schon riesig gefreut. Ein Küstenstaat das so vielseitig ist und sich in seiner natürlichen Ursprünglichkeit zeigt. Berge, Höhlen, Großstädte, eine tolle Natur aber auch wahnsinnig schöne Strände warten hier auf dich. Ein Highlight war die bekannte Halong Bucht! Diese malerischen Felsen sind beeindruckend und einschüchternd zugleich.

Reiseroute

Von Süd nach Nord und zurück...in 30 Tagen haben wir Vietnam von allen Seiten gesehen. Als Deutscher kannst du 15 Tage mit einem Visa on Arrival in Vietnam einreisen. Allerdings haben 15 Tage für unsere Pläne nicht ausgereicht. Deshalb haben wir uns in Phnom Penh bei der Vietnamesischen Botschaft ein Visum für 30 Tage besorgt. Die Bearbeitungszeit hängt davon ab, wie schnell du das Visum benötigst. Du kannst es innerhalb von 15 Minuten bekommen, kostet dann aber 400 US-Dollar. Da wir ja noch einige Tage Zeit hatten, haben wir unsere Pässe in der Botschaft abgegeben und nach zwei Tagen wieder abgeholt. So kostet das Visum pro Person 40 US-Dollar.

 

  1. Ho - Chi - Minh - City
  2. Phu Quoc
  3. Hanoi
  4. Cat Ba
  5. Ninh Binh
  6. Phong Nha
  7. Hue
  8. Ho - Chi - Minh - City

Transportmittel

In Vietnam gibt es viele Wege voran zu kommen. Überrascht haben uns die günstigen Preise für Inlandsflüge. Aber auch mit dem Zug kannst du durch das ganze Land fahren. Ebenso wie in Thailand gibt es Schlafwagons die recht komfortabel sind und es gibt die "Localzüge". Allerdings sei an dieser Stelle ganz klar gesagt, das du hierfür ein dickes Fell brauchst. Wenn du Glück hast, dann ist der Zug fast leer. Es geht aber auch anders! Die schlimmste Zugfahrt hatten wir von Hue zurück nach Ho Chi Minh City, 20 Stunden in einem völlig überfüllten Zug in dem sich mehrere Menschen übergeben haben und die Toiletten übergelaufen sind, so das sich Urin auf dem gesamten Boden des Zuges verteilt hat! Hier ein ganz wichtiger Tipp: Benutzt niemals die blauen Decken die du im Zug bekommst. Sie werden als Taschentuch oder als Unterlage auf dem Zugboden benutzt und ohne zu reinigen an den nächsten weiter gegeben! Tickets für den Schlafwagon waren leider schon ausgebucht, diese sollte man möglichst früh buchen!

Unterkünfte

Wir empfehlen nur Unterkünfte weiter die wir auch ein zweites mal buchen würden und mit denen wir zufrieden waren.

 

Saigon - Wer ein sauberes Zimmer im Herzen von Saigon sucht, dem empfehlen wir das My Home Guesthouse*

Super Lage, nicht weit weg vom Busbahnhof und der Barstraße, trotzdem sehr ruhig gelegen.

Die Unterkunft ist sehr einfach. Über die Ameisenstraße, quer durch unser Zimmer, haben wir hinweg gesehen. Das Preis - Leistungsverhältnis hat uns überzeugt. Ach ja, es gab kostenlos Bananen ;-) 

Phu Quoc - Phu Quoc ist an sich schon eine traumhafte Insel und können wir nur empfehlen. Wir lieben es die örtlichen Homestays zu unterstützen anstatt die großen "Luxusbunker".  Ein ruhiges Plätzchen in Strandnähe ist das Song Ngoc Guesthouse*. Es wird von einer kleinen und herzlichen Familie geleitet. Wir, inklusive unser Taxifahrer, haben es zuerst nicht gefunden. Man muss durch den Friseurladen der Familie, um einen der vier zu mietenden Zimmer zu gelangen.

Das Ehepaar hat keine Englischkenntnisse aber mit Gestik und Mimik war Check in und out kein Problem.

Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt!

Cat Ba - Auf Cat Ba haben wir im Trang Anh Sea View Hotel* geschlafen. Es ist günstig und liegt direkt am Meer. Die Betreiber sind sehr freundlich und hilfsbereit. Die Unterkunft ist sehr schlicht und einfach. Direkt im Hotel haben wir unsre Bootstour in die Halong Bucht gestartet.

Die Lage ist super, vom Pier sind wir innerhalb von 5 Gehminuten am Hotel gewesen. Die Aussicht aus unserem Zimmer war phänomenal.

Phong Nah - Frühstück auf der Dachterrasse hatten wir im Thuong Hai Hotel* in Phong Nah. Umgeben von Bergen kamen wir uns hier vor wie im Märchen. Von hier aus haben wir verschiedene Tagesausflüge gebucht. Wir haben die Paradiese Cave und Long Cave besichtigt und waren begeistert. Der National Park ist aber auch nicht zu verachten. 

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Reisekosten

Für 30 Tage in Vietnam haben wir insgesamt 1.673,45 Euro ausgegeben. Pro Person waren das 836,72 Euro bei einem Tagesbudget von 27,89 Euro.

Land/Ort Datum Ausgaben
     

Vietnam/

Ho-Chi-Minh-City 

20.01.2017 - 25.01.2017  Visakosten     :       74,76€

Übernachtung:       94,00€

Verpflegung   :        97,20€

Transporte     :        47,52€

Sightseeing    :        22.39€ 

     

Vietnam/

Phu Quoc 

25.01.2017 - 29.01.2017 

Übernachtung:       49,00€

Verpflegung   :     104,38€

Transporte     :     205,03€

Sightseeing    :         1,00€

     

Vietnam/

Hanoi 

29.01.2017 - 02.02.2017 

Übernachtung:      71,56€ (mit Frühstück)

Verpflegung   :       55,00€

Transporte     :     175,80€

Sightseeing    :       00,00€ 

     

Vietnam/

Cat Ba 

02.02.2017 - 06.02.2017 

Übernachtung:      45,27€

Verpflegung   :      51,37€

Transporte     :      25,76€

Sightseeing    :    166,53€

Vietnam/

Phong Nha 

06.02.2017 - 09.02.2017 

Übernachtung:       45,00€ (mit Frühstück)

Verpflegung   :        43,15€

Transporte     :        58,89€

Sightseeing    :        98,14€

Vietnam/

Hue 

09.02.2017 - 13.02.2017 

Übernachtung:        57,00€ (mit Frühstück)

Verpflegung   :        90,75€

Transporte     :        44,59€

Sightseeing    :        00,00€ 

     

Vietnam/

Ho- Chi- Minh- City 

14.02.2017 - 18.02.2017 

Übernachtung:       68,00€

Verpflegung   :     109,25€

Transporte     :       62,98€

Sightseeing    :       00,00€

30 Tage Vietnam

Das Land kann man hinsichtlich der Menschen genau in der Mitte teilen. Wir haben eine gewisse Distanz zwischen den Menschen im Süden zu den Menschen im Norden wahr genommen.

Die Menschen im Süden waren offener, kontaktfreudiger und wirkten lebensfroher. Zu den Menschen im Norden haben wir nur sehr wenig Kontakt knüpfen können. Sie wirkten verschlossener, schüchterner und misstrauischer.

Diese Beobachtung wurde von einigen Locals bestätigt. Die Menschen aus dem Norden sagen über die Menschen im Süden, dass sie "verschwenderisch und faul" sind. Andersherum sind die Menschen aus dem Norden "knallharte Geschäftsleute und können das Leben nicht genießen".

Als wir unser Hostel in Ninh Binh erreicht hatten, meinte der Hotelportier zu uns: "Ach, du schreck, ihr kommt von den Menschen aus dem Norden, keine Angst ab hier erwartet euch wieder Herzlichkeit."

In Saigon haben wir einen Vietnamesen kennengelernt, der 5 Jahre in Deutschland gewohnt hat. Er leitet in Saigon ein großes Restaurant. Er berichtete uns, dass er zur Unterstützung für sein Restaurant einen Manager aus dem Norden einstellen wollte. Als er sein Personal gefragt hat, was sie darüber denken, wurde ein Mensch aus dem Norden einstimmig abgelehnt.

Ist das eine gelungene Wiedervereinigung? Ein spannendes Thema über das es sich immer wieder lohnt zu sprechen (mit Berücksichtigung beider Aspekte natürlich).

 

Fleischfresser kommen hier auf ihre Kosten. Bei dem Anblick der Auswahl von den Streetfood Ständen wurde uns teilweise übel. Ganze Enten mit Schnabel, Entenfüße oder irgendwelche Augen gab es zur Auswahl. Um so mehr freuten wir uns über die empfohlenen Spezialitäten, die in den verschiedensten Reiseberichten zu finden waren. Zum Beispiel das Sandwich Banh Mi (eher ein Baguette) hat im Internet fantastisch abgeschnitten. Ausgehungert suchten wir so einen Stand. Eine alte Frau klatsche lieblos alles aus ihrer Ablage zusammen in ein sehr trocknendes Baguette, brutzelte schnell über ihren Campingkocher ein Spiegelei und drückte es zu den anderen Zutaten. Keine Soße, kein Ketschup...nur super ausgetrocknete Zutaten (wer weiß wie lange diese schon dort lagen). Wir quälten es uns hungrig runter und nahmen vorsorglich eine Rennie Tablette aus unserer Reiseapotheke. Das Zeug wirkt Wunder!!!

Die Begeisterung über das Essen hat sich in Grenzen gehalten. In Ninh Binh haben wir die besten Frühlingsrollen mit Erdnusssoße gegessen, alleine dafür würden wir noch mal zurück fahren ;-)

Streetfood ist hier nicht Jedermanns Sache!    

 

Das Reisen im Land ist ein Thema an das wir nicht gerne zurück denken. Die Bussen waren meistens überbucht und wir hatten ständig Diskussionen unseren bezahlten Sitzplatz auch zu bekommen. Im Nachtbus sollten wir im Gang schlafen. Als die "Organisatorin" starken Widerstand und Protest von uns zu spüren bekam, ließ sie von der Idee ab. Wir mussten zwei Stunden auf den nächsten Bus warten.

Der Zug kann ein angenehmes Transportmittel sein, so haben andere Backpacker jedenfalls positiv Berichtet. Als wir zum Beispiel in Hue zwei Tage vor unserer Abfahrt ein Ticket buchen wollte, war leider schon alles ausverkauft. Irgendwie ist das Glück nicht auf unserer Seite. Dann also die Holzklasse?! Wir sind 20 Stunden in der Holzklasse nach Saigon gefahren. Das Positive: Wir hatten Sitzplätze. Das Negative: Unser Wagon war überbucht, die Menschen saßen auch hier wieder auf kleinen Plastikstühlen im Gang.  Die Klimaanlage ist ausgefallen und man konnte nur zwei Fenster halb öffnen. Zu allem Übel war die Toilette irgendwann übergelaufen und Urin lief den gesamten Boden entlang. Das sich ein paar Menschen im Zug übergeben hatten, war da schon fast wieder Nebensache.

Ach ja, die Menschen im Norden (Cat Ba) scheinen auch gern mal eine Bong zu rauchen bevor sie Touristen transportieren... Hier geht's zu unserem passendem YouTube Video.

 

Die Flora und Fauna hat uns umgehauen. Das Land war das vielseitigste das wir gesehen haben.

- Berge und Reisterrassen im Norden

- mit dem Boot durch die bizarren Felsbuchten in der Halong Bucht

- Traumstrände

- Sanddünen

- Wasserfälle und vieles mehr.

Von der Seite hat Vietnam eine ganze Menge zu bieten und eine Rundreise lohnt sich in jedem Fall!

 

Wir haben immer zwischen günstigen und etwas teureren Unterkünften gewechselt. Wir sind einfach keine Low - Budget - Reisende. Wir lieben einen gewissen Komfort. Hier findest du eine Aufstellung unserer bisherigen Kosten.

 

Deine Meinung interessiert uns! Welche Erfahrungen hast du in den jeweiligen Ländern gesammelt?