Philippinen

Die Philippinen sind der fünftgrößte Inselstaat der Welt. Sie bestehen aus 7107 Inseln. Als erstes denkt man an Traumstrände, Schnorchel- und Tauchparadiese und einfach nur Erholung. Leider liest man in diesen Tagen viele schlimme Dinge über die Philippinen. Als wir vor Ort waren, wurde auf einigen Inseln das Kriegsrecht ausgerufen. Auch die Armut in den Städten und die katastrophale Umweltverschmutzung haben uns noch einmal mehr geschockt.

Reiseroute

Bei der Einreise bekommst du als deutscher Tourist, ein Visa on Arrival in den Pass gestempelt, welches für 30 Tage gültig ist. Wir wurden noch vor dem Abflug nach unserer Weiter- bzw. Rückreise gefragt und mussten ein Ticket vorlegen. Wir hatten eins über Flyonward gemietet. Eine Verlängerung auf 59 Tage ist grundsätzlich möglich.

  1. Manila (Zwischenstopp)
  2. Cebu City
  3. Cebu Moalboal
  4. Bohol Tagbilaran
  5. Panglao
  6. Siquijor
  7. Panglao
  8. Cebu City

Transporte

Auf den Philippinen haben wir ausschließlich den Bus oder die Fähre genommen. So ganz haben wir den Busfahrplan bis heute nicht verstanden, aber ehrlich gesagt, brauch man das auch nicht. Du kannst überall einsteigen und auch überall aussteigen. Allerdings sind die Busse meistens sehr voll. Wenn du Glück hast, bekommst du einen Sitzplatz. Von Moalboal bis nach Cebu mussten wir fast die ganze Fahrt über stehen und das auch noch mit den Tagesrucksäcken. Wenn der Bus auf längeren Strecken eine Pause macht, steigen fast alle Gäste aus, dafür stürmen dann etliche Verkäufer mit ihren Körben den Bus, um den letzten Gästen im Bus noch etwas zu verkaufen. Es wird also eng!

Die Fahrt mit den Fähren ist zwar entspannter, dafür gleicht der Weg auf das Schiff einem Hürdenlauf. Zu erst kaufst du dir ein Ticket. Am zweiten Schalter bezahlst du dann die Steuern und danach gibst du dein Gepäck auf, was du dann am dritten Schalter bezahlen musst. Die Preise für die Fähren sind unterschiedlich. Wir haben immer die Expressfähre von Oceanjet genommen. Es gibt aber auch die Lite Ferry. Die kostet weniger, ist dafür aber auch langsamer.

Unterkünfte

Wir empfehlen nur Unterkünfte weiter die wir auch ein zweites mal buchen würden und mit denen wir zufrieden waren.

 

Moalboal - Das Bamboo House Resort Moalboal* ist 10 Gehminuten vom Strand entfernt. In der Unterkunft selbst haben wir uns einen Roller gemietet um die Gegend zu erkunden. Die Hütten sind sehr einfach aber liebevoll gestaltet. Es gibt zwei Gemeinschaftsbäder die jeden Tag sauber gehalten wurden. Leckeres Local - Essen kann man auch direkt dort bestellen. Geleitet wird das Hotel von einem sympathischen Österreicher und seiner Local - Frau. Von den Beiden haben wir zu jeder Zeit wertvolle Tipps bekommen. Auch Touren kann man bei den beiden Buchen. Wir sind einige Sightseeing Punkte einfach mit dem Roller abgefahren

Panglao - In Panglao haben wir in zwei verschiedenen Unterkünften geschlafen und waren mit beiden super zufrieden.

Das Captain's Lodge and Bar* hat ein tolles "Seemanns Konzept" und ist liebevoll eingerichtet. Es war sehr sauber und das Personal hilfsbereit. Der Strand von Alona ist nur 800m entfernt aber auch nicht sehenswert (aus unserer Sicht). Bars und Restaurants sind zu Fuß sehr schnell erreichbar.

Das Alona42* Resort war etwas weiter entfernt vom Zentrum (10 - 15 Gehminuten). Die hellen und geräumigen Zimmer sind um einen tropischen Garten herum angelegt. 

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Reisekosten

Die Philippinen waren teurer als gedacht. Für 22 Tage haben wir insgesamt 1.688,35 Euro ausgegeben. Pro Person macht das 844,18 Euro bei einem Tagesbudget von 38,37 Euro.   

Land/Ort Datum Ausgaben
     

Philippinen/

Cebu/City City 

11.5.2017 - 14.05.2017 

Übernachtung:    65,34€

Verpflegung   :     68,88€

Transporte     :   503,50€

Sightseeing    :       8,98€

     

Philippinen/

Cebu/Moalboal 

14.05.2017 - 17.05.2017 

Übernachtung:    54,00€

Verpflegung   :     79,51€

Transporte     :     34,66€

Sightseeing    :       3,05€

     

Philippinen/

Bohol/ Tagbilaran 

17.05.2017 - 20.05.2017 

Übernachtung:    74,13€ (mit Frühstück)

Verpflegung   :      63,72€

Transporte     :      35,56€

Sightseeing    :        4,31€

     

Philippinen/

Bohol/ Panglao 

20.05.2017 - 23.05.2017 

Übernachtung: 86,22€

Verpflegung   :  56,15€

Transporte     :  17,10€

Sightseeing    :  00,00€

     

Philippinen/

Siquijor 

23.05.2017 - 27.05.2017 

Übernachtung: 96,70€

Verpflegung   :99,61€

Transporte     :39,99€

Sightseeing    :  5,03€  

     

Philippinen/

Bohol/ Panglao 

27.05.2017 - 30.05.2017 

Übernachtung: 81,12€

Verpflegung   :  47,33€

Transporte     :  38,15€

Sightseeing    :  00,00€

     

Philippinen/

Cebu City 

30.05.2017 - 01.06.2017 

Übernachtung: 39,00€

Verpflegung   :  56,97€

Transporte     :  41,80€

Sightseeing    :  00,00€ 

     

22 Tage Philippinen

Zu den Philippinen haben wir ein sehr gespaltenes Verhältnis. Unsere Erwartungen vorher waren sehr hoch und eingefärbt von YouTube- und Reisebloggeschichten. Die Philippinen waren wie eine Achterbahnfahrt für uns:
Zwischen Euphorie und Schockzustand.
Wir hatten schon wundervolle Begegnungen, die Menschen sind offen und hilfsbereit.
Andererseits ist es dann auch wieder völlig chaotisch und beängstigend. Unser Busfahrer wurde von einem Lkw- Fahrer mit einer Machete bedroht.

Auch konnte man hier keine Busticket kaufen oder reservieren. Richtige Uhrzeiten gibt es auch nicht, nur solche Aussagen wie:" Der Bus fährt von 8-16 Uhr. Das heißt man stellt sich an die Straße und wartet. Teilweise mussten wir (in der Ferienzeit der Filippino) 2-3 Stunden warten, weil der Bus total überfüllt war. Wir mussten uns dann samt der Daypacks in den Gang stellen und 1,5 Stunden Fahrt stehen. Achseln von anderen mitfahrenden Gästen wurden uns ins Gesicht gequatscht. Kein schönes Erlebnis.

Nach dieser Horrorfahrt ist uns dann noch die Fähre vor der Nase weggefahren, weil uns die falschen Zeiten mitgeteilt wurden.

Die Philippinen, deine erste Assoziation: Traumstrände und türkises Meer?! Diese Bilder hatten wir auch im Kopf, dies hat sich aber grundlegend geändert! In Cebu City hatten wir unsere Reise begonnen, in der zweit größten Stadt.
Die Kluft zwischen Arm und Reich hat uns einfach mal wieder umgehauen. ...
Auf der einen Seite schlafen die Menschen auf der Straße, haben sich aus Pappkartons und Regenschirmen eine "Behausung" gebaut. Auf der anderen Seite gibt es Freizeitangebote für Touristen und riesige Shoppingmalls.
Laut UNICEF zählen die Philippinen zu den zehn Ländern weltweit, welche die höchste Anzahl an fehlernährten Kindern unter fünf Jahren haben.
60% der Einwohner haben weniger als 1,50 € pro Tag zum Leben.

 

Sicherlich haben wir auch Traumstände gesehen und das Tauchen war phänomenal aber man sollte sich bewusst werden, dass es nur schöne Hotspots gibt. Um den einen Traumstrand zu finden, haben wir vorher drei total zugemüllte Strände besichtigt. Bis heute verbrennen die Menschen ihren Müll. Die Dämpfe sind teils so stark, das einem die Tränen kommen.

 

Die Philippinen würden wir nur noch für einen Pauschal-Tauchurlaub besuchen. Uns ist aber auch bewusst das wir nur 3 Inseln von über 7000 gesehen haben, vielleicht geben wir der ein oder anderen doch noch mal eine Chance.