Kambodscha

Kambodscha ist ein Land, welches von vielen Backpackern wegen der Ursprünglichkeit geliebt wird. Bekannt ist es vor allem für die Tempelanlagen von Angkor Wat. Angkor Wat war auch für uns der Hauptgrund um nach Kambodscha zu reisen. Während unserem ersten Stopp in Siem Reap erlebten wir viel Armut, auch der Krieg hat deutliche Spuren hinterlassen. Bis heute gibt es Landminen, weshalb man vorgezeichnete Wege nicht verlassen sollte. Seit 1998 wird an der Unabhängigkeit, dem Wiederaufbau und der Restauration der Monarchie gearbeitet. Zuvor hatte es unzählige Kriege in dem Land gegeben. Am schlimmsten schien unser aber die Herrschaft der Roten Khmer (1975-1979). 

Reiseroute

Für deutsche Staatsangehörige herrscht in Kambodscha Pass- und Visumzwang. Das heißt, dass du vor deiner Einreise ein Visum haben musst. Das Visum haben wir direkt an dem Grenzübergang Poipet bekommen. Wir haben sehr viele Schauermärchen über diesen Grenzübergang gelesen. Von Kopfgeldjägern und Abzockern war hier die Rede, allerdings können wir heute sagen, dass Poipet ein ganz normaler Grenzübergang ist. Für die Aus- und Einreise haben wir ungefähr eine halbe Stunde benötigt. Außer dem normalen Papierkram, erwarten einen gelangweilte Beamte, die allerdings recht zügig gearbeitet haben. Das Visum muss in Bar bezahlt werden und kostet ca. 30 Euro (Stand 01/2017). Dies kannst du in US-Dollar oder auch in thailändischen Baht werden akzeptiert. Akzeptiert werden US-Dollar oder auch thailändische Baht.

  1. Poipet
  2. Siem Reap
  3. Phnom Penh

Transportmittel

Seit April 2016 fahren in Kambodscha wieder Personenzüge. Viele Jahre zuvor waren die Bahnstrecken mehr und mehr verfallen und wurden nur für den Güterverkehr genutzt. Da sich das Land im Wiederaufbau befindet und auch Touristen willkommen sind, wird sich das Netzwerk an Transportmitteln/ Straßenbau in den nächsten Jahren weiterentwickeln.

Voran kommst du trotzdem ganz bequem. An fast jeder Ecke kannst du Tickets für Reisebusse kaufen. Diese fahren dich sogar bis nach Ho Chi Minh City. Über die Pünktlichkeit können wir nicht klagen (es waren höchstens obligatorischen 15 Minuten), einzig die Straßen sind noch ausbaufähig ;) 

Für kürzere Strecken, schnappst du dir einfach ein Tuk Tuk. Preise sind verhandelbar!

Unterkünfte

Wir empfehlen nur Unterkünfte weiter die wir auch ein zweites mal buchen würden und mit denen wir zufrieden waren.

 

Phnom Penh - Das Preis - Leistungsverhältnis war im V Hotel* (4 Sterne) einfach zu gut, so konnten wir nicht anders und haben es gebucht. Wir genossen den (für uns) absoluten Luxus. Wir hatten sogar eine Eckbadewanne im Zimmer. Das Frühstücksbuffet war ein Traum. Am meisten haben wir uns aber über den Infinity Pool gefreut und über die fantastische Aussicht über Phnom Penh. Das Personal war sehr zuvorkommend und hat uns jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. So konnten wir den Kulturschock erst mal verarbeiten. Mehr darüber findest du im folgenden Vlog, das Zimmer und der Infinity Pool ist auch zu sehen

Reisekosten

In Kambodscha haben wir für 18 Tage insgesamt 1.046,83 Euro ausgegeben. Pro Person 523,41 Euro bei einem Tagesbudget von 29,07 Euro

Land/Ort Datum Ausgaben
     

Thailand/Koh Samui -

Kambodscha/   Siem Reap 

02.01.2017 - 03.01.2017  Transport      :   104,00€

Verpflegung  :     15,85€

Visakosten    :     63,40€

     

Kambodscha/

Siem Reap 

03.01.2017 - 11.01.2017

Übernachtung:  216,72€ (mit Frühstück)

Verpflegung    :  109,31€ (mit Einkauf in der Apotheke)

Transporte      :    47,01€

Sightseeing     :    75,22€

     

Kambodscha/

Phnom Penh 

11.01.2017 - 20.01.2017 

Übernachtung:   343,00€ (mit Frühstück)

Verpflegung    :   185,00€

Transporte      :     38,54€

Sightseeing     :     30,08€

18 Tage Kambodscha

Nach unseren Thailandaufenthalt hätten wir nicht erwartet, dass uns in Kambodscha der Kulturschock trifft. Wir dachten, die Müllberge und das Verkehrschaos aus Thailand wäre nicht mehr zu toppen. - falsch gedacht!
Auf den Straßen machte sich ein Bild von Armut, Minenopfern und Kinderarbeit breit. Wir haben die Locals zu denen wir Kontakt hatten (meistens Tuk Tuk- Fahrer, Händler auf der Straße) als sehr aggressiv wahr genommen. Teilweise wurden wir angefasst und der persönliche Raum überschritten (nichts mit einer Armlänge Abstand zu Fremden). Ich hatte zum Beispiel gerade Fotos vom Königspalast gemacht, schwupps hatte mir eine fremde Person von hinten, eine Kette um den Hals gelegt und gemeint, ich müsse jetzt dafür bezahlen.
Unser Motto in Kambodscha auf der Straße: "Nur nicht zu lange stehen bleiben!"
In Restaurants konnte man kaum ungestört Essen, es standen rund um die Uhr Kinder oder Obdachlose neben einen die um Geldspenden gebeten haben. Hört sich jetzt egoistisch an, von wegen "Konnten die reichen westlichen nicht in Ruhe essen"?! In jeden Hotel wurde aufgeklärt, dass man einzelne Personen, wie z.B. die Minenopfer oder Kinder nicht mit Einzelspenden "unterstützen" soll. Außerdem wäre man sowieso nicht mehr Herr der Lage geworden. Die Eltern schicken die Kinder zum betteln raus, das ist nicht Sinn der Sache. Möchte man das Land unterstützen, so sollte man sich lieber Organisationen raussuchen die für eine Nachhaltige und Zukunftsweisende  Unterstützung sorgt.
 
Vom ersten bis zum letzten Tag hatten wir Magenprobleme in Kambodscha. Nadine war 4 Tage richtig Krank und konnte nicht aufstehen. Insgesamt machten die Straßenfood Stände kein besonders guten Eindruck. Es wirkte schmutzig und wir hatten eigentlich immer Insekten im Essen oder im Getränk. Von dem Gericht Lok Lak waren wir auch eher enttäuscht, das Rindfleisch war zäh und trocken.
 
Viele Menschen/ Backpacker sind von Kambodscha so begeistert, weil das Land so "ursprünglich ist" vielleicht hatten wir auch die falschen Erwartungen oder sind für diese Art backpacking doch nicht gemacht. Wie oben im Vorwort erwähnt ist das Reisen immer von den eigenen Bedürfnissen abhängig. In Kambodscha gibt es keinen Personenschienenverkehr, das heißt wir mussten auf dem Bus zurück greifen. Auch hier sind wir schnell an unsere persönliche Grenzen gekommen. Die Busse waren überbucht, die Menschen mussten teilweise auf kleinen Kinderplastikstühlen im Gang sitzen. Meinen die Khmer (die Locals) man braucht von A nach B 8 Stunden, so kann man locker 14 Stunden unterwegs sein. Die Straßenverhältnisse waren nämlich auch noch sehr "ursprünglich".
 
In Kambodscha befindet sich die Tempel Anlage(en) Angkor Wat und ist zurecht geschützt als UNESCO Weltkulturerbe. Wir haben uns ein drei Tagesticket gekauft und waren einfach  nur fasziniert von diesem magischen Ort. Alleine dafür haben sich die Strapazen gelohnt.
Desweiteren haben wir uns die Erinnerungsstätte Toul Sleng (S - 21) Genozid Museum angeschaut, sehr empfehlenswert und danach sieht man Kambodscha doch noch  mal mit anderen Augen. Es ist immer wieder schockierend zu sehen, wozu Menschen in der Lage sind! Ein sehr trauriger Ort der kambodschanischen Geschichte!
 
Beim Geld ausgeben kommt es wieder auf die Bedürfnisse der einzelnen Personen an. Unsere Erfahrung ist einfach, dass man kostengünstig Wohnen und Leben kann, aber in der Hygiene und Komfort Abstriche machen muss. Zahlt man mehr, hat man auch mehr Qualität. Versteht sich fast von selbst ;)
In Kambodscha haben uns nur die Tempelanlagen von Angkor Wat umgehauen und fasziniert. An das Meer sind wir aus verschiedenen Gründen nicht mehr gefahren. Unter anderem, weil dort eine sehr hohe Malaria Gefahr besteht und zu präventiven Mitteln/ Medikamenten geraten wird.