Thailand

Unsere Reiseroute

Die ersten 25 Tage unserer Reise, haben wir in Thailand verbracht. Als deutscher Tourist, kannst du 30 Tage mit einem Visa on Arrival in Thailand bleiben. Wenn du länger bleiben möchtest, solltest du dich beim Auswärtigen Amt erkundigen. Die Infos dort sind immer aktuell!

  1. Bangkok
  2. Hua Hin
  3. Chumphon
  4. Ko Tao
  5. Ko Samui
  6. Donsak
  7. Surat Thani
  8. Bangkok

Transportmittel

Haupttransportmittel #1 war für uns  in Thailand der Zug. Überzeugt hat dieser durch die gute Vernetzung der Thai Railways. Außerdem war der Zug kostengünstig und hatte viel Komfort zu bieten (meistens jedenfalls). Die Züge sind in verschiedene Klassen aufgeteilt und kosten dementsprechend unterschiedlich. Von Bangkok sind wir für nicht mal 1,50 € pro Person an die kambodschanische Grenze gefahren. Dafür sitzt du dann aber auch in der Holzklasse! Es geht aber auch wahnsinnig komfortabel mit dem Nachtzug! Tickets kannst du übrigens nicht nur am Bahnschalter kaufen, sondern auch online buchen. Am Besten bei 12goAsia.

Wenn du die Gegend um dein Hotel herum erkunden möchtest, dann eignet sich dafür natürlich der Roller. Falls du ihn nicht direkt an der Unterkunft buchen kannst, dann ist bestimmt ein paar Meter weiter ein Händler. Aber Achtung! Manche Verleiher wollen als Pfand deinen Reisepass, den solltest du besser nicht aus der Hand geben. Wir mussten unsere Pässe nie abgeben, manchmal dafür aber ein Pfandgeld. Schau dir den Roller vor der ersten Fahrt genau an und wenn du Beschädigungen siehst, dann mach einfach ein Foto davon und sprich es direkt an! Helm und internationalen Führerschein nicht vergessen!

Unterkünfte

Wir empfehlen nur Unterkünfte weiter die wir auch ein zweites mal buchen würden und mit denen wir zufrieden waren.

 

Bangkok - Das Charlie House Pin Klao* war unsere erste Unterkunft.

Es ist eine kleine Oase in Bangkok und war ein sehr schöner Einstieg, um den Jetlag und den Stress unserer Wohnungsauflösung zu verarbeiten. Ein kleiner Pool war auch vorhanden.

Es liegt Zentral aber vom Trubel ist in der kleinen Nebenstraße nichts zu hören. Zu Fuß ist eine Mall,  Streetfood Stände und ein Supermarkt erreichbar. Auch die Busstation ist nicht weit entfernt. Mit dem Taxi sind es nur ein paar Minuten zur Khao San Road

Hua Hin - In Hua Hin haben wir im Sunshine Hostel* geschlafen. Genutzt haben wir dort ein Zimmer mit Doppelbett und Balkon. Die Unterkunft war sauber und geräumig. Schaut selbst in unserer Roomtour.

Die Lage war aus unserer Sicht spitzenmäßig, der Hauptbahnhof ist ca. 10 Minuten zu Fuß erreichbar. Sowie der Nachtmarkt und der Strand

Chumphon - Beim Retro Box Hotel* hat uns das Konzept sehr gut gefallen. In einem Überseecontainer zu schlafen hat uns sehr gereizt. Uns wurde nicht zu viel versprochen. Viel Platz hatten wir natürlich nicht. Jedoch konnte die Hotelanlage mit einem Pool auftrumpfen.

In diesem Vlog führen wir dich durch das Hotel, damit du einen besseren Eindruck gewinnen kannst.

Ko Samui - Auf Koh Samui haben wir im Kanlaya Park Apartment* geschlafen und waren von der Größe positive überrascht. Das Personal war hilfsbereit und der Rollerverleih hat reibungslos funktioniert. Zum Strand waren es keine 10 Gehminuten. Ein 7Eleven und der Pancakeman, sowie Bars und Restaurants waren auch nur einen Katzensprung entfernt. In unserem Vlog bekommst du einen Eindruck von der Unterkunft. 

Reisekosten

Insgesamt haben wir 1.450,70 Euro für 25 Tage ausgegeben. Pro Person macht das 725,35 Euro bei einem Tagesbudget von 29,14 Euro.

Land/Ort Datum Ausgaben
     
Bangkok 08.12.2016 - 12.12.2016 

Übernachtung: 132,48€

Verpflegung    :   40,34€

Transporte      :   56,82€

Sightseeing     :     6,87€ / 2 Bier in der Khaoson Road ;) 

     
 Hua Hin 12.12.2016 - 16.12.2016   Übernachtung:   93,38€

Verpflegung   :     45,86€

Transporte     :     47,91€

Sightseeing    :     00,00€ (war dies mal alles kostenlos) 

     
Chunphon 16.12.2016 - 21.12.2016 

Übernachtung: 118,72€ (mit Frühstück) Verpflegung   :    44,31€                                                  

Transporte     :      6,66€

Sightseeing    :    00,00€ 

     
Ko Tao 21.12.2016 - 25.12.2016 

Übernachtung:    79,65€

Verpflegung   :     82,15€

Transporte     :     58,41€

Sightseeing    :     38,23€

     
Ko Samui 25.12.2016 - 02.01.2017 

Übernachtung:   257,16€

Verpflegung   :    144,50€ (mit Silvesteressen)

Transporte     :      72,90€

Sightseeing    :        4,50€ 

Und zum Schluss...

...gibt es noch ein Fazit von uns :)

Thailand hat uns sehr gut gefallen und wir wollen auf jeden Fall noch mal zurück um den Norden zu bereisen. Gerade als Backpackeranfänger ist dieses Land gut geeignet.
 
Egal ob Bus, Bahn oder Schiff, alles ist gut vernetzt und transparent gemacht. Hin und wieder gab es bei der Bahn mal eine Verspätung von ein paar Minuten, was die Reisequalität aber nicht beeinträchtigt hat. Allerdings sollte man auf Feiertage achten! Hier muss man sich früh genug um Tickets kümmern!
 
Es gibt sehr viele und vielfältige Sightseeing Angebote. Die Hotspots sind auch hier teilweise überlaufen und sehr touristisch. In der Nebensaison hatten wir oft das Glück den Touristenmassen aus dem Weg gehen zu können. In Thailand gibt es im wesentlichen:
- Tempel
- Wasserfälle
- Märkte
- Strände
- Dschungel und vieles mehr zu entdecken.
 
Das Essen war phänomenal. Selbst 6 Länder danach, denken wir noch an den Sticki- Reis mit Mango oder an die große Auswahl der Streetfood Stände zurück. Lecker und günstig! Die Garküchen machten immer einen guten Eindruck auf uns und wir hatten in der ganzen Zeit keine Magenbeschwerden.
 
In Thailand hatten wir immer das Gefühl willkommen zu sein und das die Menschen wirklich an uns und unserer Geschichte interessiert sind. Wir sind schnell mit Einheimischen ins Gespräch gekommen. Teilweise haben wir uns mit ihnen lange unterhalten und ausgetauscht. Es ist nie ein Satz gefallen wie z.B. "Ich war freundlich zu dir, jetzt bist du mir einen Gefallen schuldig!" Diesen oder ähnliche Sätze haben wir in folgenden Ländern häufiger zu Ohren bekommen. Während einer lockeren Gesprächsatmosphäre hatten wir nie/selten das Gefühl: Warum fragt der das jetzt, will er etwas verkaufen, mir etwas stehlen? Thailand ist ein Touristen Hotspot, das hat aber auch seinen Grund.
Einen Minuspunkt gibt es leider trotzdem wegen dem...nennen wir es mal "Müllproblem". Leider ist das Thema Umweltschutz noch nicht in Thailand/ Asien angekommen. Kein Einkauf ohne übertriebene Plastikverpackungen, es gibt keine Mülltrennung und keine vernünftige Entsorgung. Ein erster Schritt sollte aber sein, dass jeder Tourist auf nachhaltiges Reisen achtet, aber das ist ein Blogbeitrag für sich.

Der Thailand-Blog

Wer die Wahl hat, hat die Qual...

Die ersten Tage in Bangkok sind gezählt. Was kommt nach unserem ersten Hotel...Wie soll es weiter gehen? Wer die Wahl hat, hat auch die Qual.

Ehrlich gesagt, wissen wir unsere neue Freiheit noch nicht richtig einzusetzen. Abhängig sind wir nur von Zugfahrplänen und unserem Geldbeutel. Ideen haben wir viele. Doch die meisten halten nur ein paar Minuten. Wollen wir zuerst ans Meer? Oder doch in den Dschungel? Wir könnten aber auch direkt nach Bali fliegen und uns in die Sonne legen :) Kambodscha wäre aber auch noch eine Option...Oder Vietnam??? Nichts genaues, weiß man!

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Am Ende waren wir sogar etwas frustriert, hatten Angst vor einer falschen Entscheidung, dass wir diese mal wieder vertagt hatten. Vielleicht machen wir uns zu viele Gedanken darüber, unsere Route clever zu planen um Umwege zu vermeiden. Nur nicht unter Druck setzten lassen, wir sind ja schließlich "frei"! Kurzer Hand, sind wir einfach mal zum Bahnhof Hua Lam Phong gefahren und haben uns spontan für ein Ticket nach Hua Hin entschieden :)

Wie es weiter geht...

Hier kommst du zu weiteren Abenteuern: Ko Tao - Das erste Dschungelfeeling

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Hua Hin da solltest du mal hin...

Von Bangkok aus fuhren wir mit dem Zug nach Hua Hin, etwas flau war uns schon in der Magengegend. Werden wir uns am Bahnhof orientieren können? Wie sind die Verhältnisse im Zug, sitzen wir neben Hühnern und Vieh im Stroh? Ja, ich weiß, unsere Vorstellungen scheinen etwas übertrieben aber erst mal das schlimmste erwarten. Schließlich reisen wir auch um unseren Horizont zu erweitern ;)

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Bangkok Hua Lamphong

Am Bahnhof angekommen, ist alles sehr leicht zu finden, die Beschilderung ist super und alles ist sehr gut strukturiert, noch keine Hühner in Sichtweite...Unser Zug hat leider 55 Minuten Verspätung, diese lassen uns schon etwas nervös werden....Haben wir unseren Zug etwa doch verpasst oder stehen wir doch am falschen Gleis....?- einen Blick auf die Anzeigetafel zeigt uns jedoch die Verspätung an....

Im Waggon angekommen konnten wir erst mal entspannen, eine Stewardess (wie nennt man das im Zug?) bedient alle Passagiere mit Essen und Getränken, zuerst lehnten wir dankend ab (wir hatten Kekse und Getränke mit und wollten schließlich unser Budget nicht unnötig belasten). Wir beobachtet die anderen Passagiere und stellten fest...Woahhh, das ist wie im Flieger und die Verpflegung ist kostenlos- also her mit dem Essen und den Getränken, wurde schließlich auch schon alles von uns bezahlt ;)

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Zwei auf Achse

Nach 3,5 Stunden Fahrt wurden wir noch mal nervös....wann müssen wir eigentlich aussteigen? Es war keine Anzeige zu sehen die Durchsagen total unverständlich. Wir fragten eine Stewardess, diese lächelte aber nur freundlich und nickte. Toll, was soll uns das jetzt sagen? Ein Pärchen (sie Thailänderin und er Engländer), die hinter uns ihre Sitze hatten, haben unser Problem erkannt und meinten: "Wir müssen auch in Hua Hin aussteigen, wir sagen euch vorher bescheid!"

...Läuft doch alles, also wieder entspannen! Im Hostel Sunshine* angekommen waren wir positiv überrascht. Über Booking.com hatten wir ein Zimmer ohne W-Lan und Fenster gebucht, davon war aber nichts zu bemerken ;-) Ein wunderschönes Zimmer mit Balkon und sogar Internet erwartete uns. Hua Hin kann kommen!!!

Leider machte uns der Gesundheitszustand von Marco etwas Sorgen und wir warfen kurzerhand einige Pläne über Board. Unsere Gesundheit geht vor!!! Zwei Tage Bettruhe und Abendspaziergänge am Strand wurden stattdessen eingeplant.

Zum Glück besserte sich der Gesundheitszustand von Marco auch nach den zwei Tagen. Einen Tag hatten wir dann noch zur freien Verfügung. Hmmm, was machen wir? Wir sind über den schönen Markt geschlendert auf dem Weg zum Bahnhof....Ja, genau Bahnhof ;-) nicht zur weiterfahrt, sondern zur Besichtigung. Dieser Bahnhof war wirklich ein Highlight! Der Bahnhof hat etwas von einem Museum, es sind historische Eisenbahnwaggons zu besichtigen und das ehemalige Wartehäuschen des Königs.

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Danach ging es mit dem Taxi zum Huay Mongkol Tempel. Zu unserer Überraschung war dieser kostenlos. Die Größe des Mönches war beeindruckend. Die Stimmung vor Ort war sehr spirituell, wir waren "gefühlt" die einzigen Touristen, die meisten anwesenden waren Thais, die zum beten gekommen sind.

Zurück im Hostel angekommen konnten endlich die Badesachen ausgepackt werden. Juhuuuuu!!! Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns eine Abkühlung im Meer. Der Strand ist okay. Das gewünschte Südsee-Feeling mag noch nicht so richtig aufkommen aber wir wollen nicht meckern, sondern über alles dankbar sein, was wir erleben dürfen :-)

 

Erkenntnis des Tages: Boah, du hast wirklich bis hier hin gelesen, das ist phänomenal. Danke <3 Hua Hin da kann man

                                        hin!

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Chumphon - Das Tor in den Süden Thailands

Als wir in Chumphon nach ca. vier Stunden Zugfahrt angekommen sind, schnappten wir uns gleich ein Tuk Tuk um zu unserem Hotel zu kommen. Die Fahrt dauerte zum Glück nicht all zu lang, ungefähr einen Kilometer bis zur Unterkunft vom Bahnhof aus. Der Weg dorthin war typisch für Thailand, viel Verkehr, viele Menschen und natürlich Garküchen!

Alle paar Meter eine. Unser Hotel lag etwas von der Hauptstraße entfernt, ein Hotel das aus Überseecontainer gebaut ist. In der Mitte gab es einen kleinen Pool, der bei den heißen Temperaturen gerade richtig kam. Jedoch wollten wir uns mit dem nicht ganz zufrieden geben, denn wir hatten uns vorher schon über Strände in dieser Region erkundigt und da gab es natürlich einen, den man mal gesehen haben sollte.

 

Sai Ri Beach

Der Sai Ri Beach sollte so gut wie Naturbelassen sein, also machten wir uns auf den Weg. An der Rezeption fragten wir nach der besten Möglichkeit dorthin zu kommen. Wie sollte es anders sein, natürlich mit einem "Bus". Der Bus war ein Pickup mit Bänken auf der Ladefläche. Die Pickup's fuhren immer von einem bestimmten Treffpunkt in der Stadt nahe dem Busbahnhof los. Zu Fuß sollten wir den Treffpunkt in ca. 15 Minuten erreichen. Leider war die Karte aus dem Hotel nicht so genau und nach kurzer Zeit mussten wir die Einheimischen nach dem Weg fragen. Leider verstanden die nicht genau wo wir hin wollten und so hielten die zwei jungen Frauen einen Mann auf dem Roller an und fragten diesen um Rat, der wiederum wusste auch nicht weiter und fragte direkt den nächsten. Es bildete sich langsam eine Traube von Menschen um uns herum. Leider brachte das alles keinen Erfolg und wir bedankten uns für die Hilfe und gingen weiter. Keine zwei Minuten später kam eine junge Frau und fragte uns ob wir Hilfe bräuchten, sie hatte die Situation aus ihrem Auto beobachtet. Zu unserem Glück sprach sie sehr gut Englisch. Kurzer Hand bot sie uns an, uns zum Busbahnhof mit ihrem eigenem Auto zu fahren.  Wir zögerten kurz, weil wir etwas skeptisch waren. Wir entschlossen uns aber dann doch, dass Angebot anzunehmen. In ihrem schwarzen Van saß noch ihre kleine Tochter, die kurzer Hand auf den vorderen Sitz kletterte um uns hinten Platz zu machen. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten. Wir konnten direkt am Busbahnhof aussteigen. So viel Hilfsbereitschaft waren wir nicht gewöhnt, waren aber überglücklich darüber.

Der Treffpunkt war auf der anderen Straßenseite, da stand schon der gelbe Pickup. Der Fahrpreis betrug ungefähr 100 Baht. Schon saßen wir hinten drauf, allerdings mussten wir jetzt noch etwas warten, weil diese Pickups jede volle Stunde los fahren. Kurz bevor es los ging gesellten sich noch ein paar Einheimische mit zu uns auf die Ladefläche. Diese Art von A nach B zu kommen ist nicht nur kostengünstig, sondern auch sehr flexibel. Wenn man unterwegs aussteigen will, drückt man einfach die Klingel und der Fahrer hält an. Und wenn du unterwegs zusteigen möchtest, dann brauchst du nur einmal vom Straßenrand aus winken und kannst Platz nehmen :)

Nach ungefähr 20 Minuten kamen wir an Sai Ri Beach an und wir waren wirklich überwältigt! Ein wirklich traumhafter Strand! Marco bezahlte den Fahrer, der meinte dann noch, dass er in ca. drei Stunden wieder zurück fahren würde und das er uns dann wieder einsammeln könnte.

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Es war zwar etwas windig, aber das störte uns nicht weiter. So konnte man sich wenigstens schön in die Fluten stürzten. Außer ein paar Windsurfern war kaum einer im Wasser und selbst viele Touristen gab es hier nicht. Dafür war man wieder mehr unter Einheimischen.  Nach ein paar Stunden nahmen wir dann den nächsten Pickup zurück in die Stadt. Nach diesem Strandtag gingen wir etwas früher schlafen, denn am nächsten Tag wollten wir den Nationalpark Mu Ko besuchen.

National Park Mu Ko

Der Nationalpark Mu Ko liegt ca. 20 Kilometer von Chumphon entfernt und laut unseren Infos erreicht man den am Besten mit einem Bus. Also ging es erst mal wieder zu Fuß durch die Stadt zur Bushaltestelle. Dort angekommen wurden wir leider abgewiesen! Warum können wir bis heute nicht genau sagen. Der Busfahrer schickte uns zu einer anderen Bushaltestelle. Von da aus fuhr aber kein Bus in die Richtung, also gingen wir zurück. Mittlerweile war ein anderer Bus da mit einem jüngerem Fahrer. Der lies uns nach kurzer Preisabsprache auch gleich einsteigen. 

Die Fahrt dauerte gute 30 Minuten. Als wir ankamen war schon jede Menge los. Wir versuchten uns erst mal zu orientieren und suchten so etwas wie den Eingang zum Nationalpark... Waren wir überhaupt richtig hier? Wir liefen erst mal den anderen Menschen hinter her. Gleich nach dem Eingang sahen wir ein "einbetoniertes" Schiff, hmmm das war bestimmt nicht der Nationalpark! 

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Alles wirkte etwas Militärisch. Da wir kein Handy zur Navigation mit genommen hatten, versuchten wir uns durch zu fragen. Ein Polizist schickte uns die Straße runter, 200 Meter meinte er. Da waren wir erst mal froh, jedoch kam nach 200 Meter nichts weiter als ein Restaurant, auch hier versuchten wir weitere Infos zu bekommen. Doch von einem Nationalpark hatte auch hie keiner Ahnung. Also gingen wir noch ein bisschen die Straßen rauf und runter... Weit und breit kein Nationalpark. Natürlich war es wieder mal richtig heiß und die Sonne brannte auf der Haut, also erst mal ein schattiges Plätzchen suchen und ein kühles Getränk. Da es sich hier nicht um den Nationalpark handelte, entschlossen wir zurück ins Hotel zu fahren. Zu unserem Glück brauchten wir nicht lange auf den Bus zu warten und so konnten wir den Tag noch entspannt im Pool ausklingen lassen! 

Wie man es von Thailand gewohnt ist, gibt es an jeder Ecke leckeres Essen! In Chumphon, war der Nightmarket direkt die Straße runter, dazu gab es noch einige Restaurants. 

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Auf dem Nachtmarkt bekommst du vom Eiscafé bis zum Fleischspieß einfach alles worauf man Hunger hat. Selbst Kleidung und Souvenirs kann man hier kaufen. Piercings und Tattoos werden direkt am Stand in einem kleinen Zelt erledigt (worauf man aber dann doch verzichten sollte). 

Erkenntnis des Tages: Chumphon sollte eigentlich nur ein Zwischenstopp sein, trotzdem haben wir hier eine tolle Zeit gehabt und wir denken, dass sich ein Besuch in jedem Fall lohnt :)

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Ko Tao - Das erste Dschungelfeeling

Von Chumphon nahmen wir die Fähre nach Ko Tao. Die Tickets hatten wir im Hotel in Chumphon gekauft.

Am Pier angekommen bekam jeder einen Sticker auf die Brust, damit jeder wusste auf welche Insel man möchte. Natürlich mussten wir noch etwas warten, dafür war die Bootsfahrt aber umso entspannter. Nach gut 4 Stunden kamen wir endlich auf Ko Tao an. Unsere Gelassenheit verpuffte hier ganz schnell, man war noch keine fünf Minuten vom Schiff runter, da wurde man direkt von Taxifahrern belagert und ständig gefragt in welches Hotel man will. Selbst wenn man nicht geantwortet hat, ließen sie nicht locker. Nicht mal eine Minute Ruhe um kurz die Lage zu checken, das Navi einschalten und erst mal schauen wie weit man von der Unterkunft entfernt ist...

Also gingen wir erst mal eine Stückchen die Straße rauf um uns zu sammeln. Nachdem wir die Entfernung gecheckt hatten, verhandelten wir ein Preis mit einem der Taxifahrer und schon ging es los! 

Während der Fahrt zum Hotel sah man das auf Koh Tao die Straßen erneuert wurden, allerdings hatte man hier das Gefühl das hier alles nur halb fertig war. Die Straßen waren asphaltiert, aber rechts und links davon, tiefe Löcher in denen sich das Regenwasser sammelte und auch von der Fahrbahn schien das Wasser nicht richtig abzulaufen - wo sollte es auch hin? Eine Kanalisation gab es hier nicht. 

 

Absteige in Strandnähe

Von außen sah unsere neue Unterkunft schon mal ganz schick aus, links daneben war ein kleines Restaurant und ein ATM Stand direkt davor. Im Hostel selbst gibt es auch ein kleines Bistro, dass wirklich schön wirkte.

Es machte sich etwas Erleichterung breit, die aber gleich wieder verschwand. Der Check-In war alles andere als freundlich. Genervt verlangte das Personal unsere Daten. Das unsere Pässe beim einchecken kopiert wurden, wussten wir ja bereits. Aber dieses mal mussten wir unsere Einreisekarte vorzeigen und auch noch eine Kaution für den Schlüssel hinterlegen. Wo war die allgegenwärtige Freundlichkeit, das immerwährende Lachen??? "Thailand das Land des Lächelns"- davon hier keine Spur ;)

Das Zimmer war relativ simpel.  Ein Bett, Tisch und Kühlschrank. Direkte Straßenlage! Zu unserem "Glück" konnte man die Tür zum Bad nicht schließen. Kurz gesagt, man hat die ganze Nacht den Lärm von der Straße gehört! Auch der Balkon lud nicht gerade zum verweilen ein. Abgesehen vom Straßenlärm hatten wir hier nicht mal einen Stuhl stehen. Die erste Enttäuschung war groß! Egal, wir wollten erst mal ankommen und uns den ersten Strand anschauen.    

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Die Shark Bay

Am zweiten Tag wollten wir wieder zum Strand, dieses mal die Shark Bay. Die Bucht sollte nur 15 Minuten Fußmarsch vom Hotel entfernt sein. 15 Minuten die es in sich hatten! Der erste Teil der Strecke war noch in Ordnung. Wir liefen praktisch durch den Dschungel, umgeben von Palmen, großen Felsbrocken und ein paar kleinen Hütten in den Einheimische wohnten. Aber dann ging es steile Berge hoch, die uns bei diesen Temperaturen aus der Puste brachten. Hoffentlich lohnt sich der Weg... Ständig fuhren andere mit ihren Rollern an uns vorbei. Mittlerweile waren wir schon etwas genervt. Als wir endlich auf dem Berg ankamen, hatten wir aber eine  wirklich atemberaubende Aussicht auf das Meer. Den Strand sahen wir zwar noch nicht, aber dieser Anblick ließ uns wieder etwas hoffen. Sollte sich der Weg wirklich gelohnt haben?

Jetzt mussten wir nur noch den Strand finden. Es ging Bergab! Genauso steil wie Bergauf. Der Weg führte zwischen einigen Hotels durch enge Gassen zu einer Treppe. Wir gingen die Treppenstufen herunter: 

Da war er, der perfekte Strand! Südseefeeling pur! Das Wasser war türkis-blau, der Sand weiß und weich! Die Sonne strahlte vom Himmel. Wir waren schon jetzt für den Weg entschädigt worden!

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Shark Bay - Ko Tao

Zu unserer Überraschung war die Sicht unter Wasser auch etwas besser. So konnten wir endlich mal Schnorcheln und vielleicht auch endlich mal einen Tauchgang starten. Die Shark - Bay war nicht laut, nicht überlaufen und zum Glück auch sauber! Es gab ein kleines Restaurant und eine Schaukel an einer Palme befestigt. Traumhaft!

Ein Traumstrand und er sah genauso aus wie auf Postern oder in Zeitungen

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Shark Bay - Ko Tao

Ein netter Ort zum verweilen :) Aber Koh Tao hat ja noch einiges mehr zu bieten, also gingen wir zum Restaurant neben unserer Unterkunft. Praktischer Weise vermietet dieser auch noch Roller. Nadine machte gleich mal eine Probefahrt die Straße rauf und runter, läuft doch. Leider waren wir so ehrlich und haben ihm gesagt, dass wir noch nie wirklich Roller gefahren sind. Da er keine Versicherung für die Roller hatte und er uns auch sehr glaubhaft versichert hatte, das man auf Koh Tao besser nicht fahren sollte, wenn man das vorher noch nie getan hat, merkten wir ein paar Tage später.

Da hatte es mal kurz sehr stark geregnet und die Straßen standen voll mit Wasser, dazu kam noch der Sand von den Abhänge mit dazu... Aus den Rollern wurde also nichts und so gingen wir weiter zu Fuß.  

Muay Thai Boxen

Wir hatten da noch so interessante Plakate am Straßenrand entdeckt, Muay Thai Boxen! Noch bevor wir die Reise antraten, hatten wir gesagt, dass wir uns sowas unbedingt mal anschauen wollten. Also besorgten wir uns ein Taxi.     Wir fuhren einmal quer über die Insel, 500 Baht Eintritt pro Person. Noch schnell ein Bier und dann Sitzplätze suchen. Langsam wurde es immer voller. 

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Muay Thai Boxen

Jeder Sitzplatz in der Arena war besetzt. Endlich ging es los. Vor jedem Kampf halten die Kontrahenten so etwas wie eine Zeremonie ab. Der Wai Khru Ram Muay ist eine Ehrerweisung an den Trainer, den Vorsitzenden des Wettkampfes und an den König. Der Wai Khru wird allerdings nur von thailändischen Kämpfern ausgeführt.

In Kambodscha oder Myanmar wird diese Tradition nicht gepflegt. 

Wir waren überrascht, anscheinend stiegen hier Kinder in den Ring. Das Alter der beiden schätzen wir auf ungefähr 12 Jahre. Bei jedem Kampf waren fünf Runden angesetzt. Als der Gong ertönte schenkten die beiden sich wirklich nichts. Beide mussten sehr harte Schläge und Tritte einstecken, bis endlich ein Sieger fest stand. An diesem Abend gab es mehr als einen Kampf und so stieg auch das Alter mit jedem neuen Kampf. Der Nationalsport Thailands ist nichts für Warmduscher. Wer an Sport interessiert ist, der wird an so einem Wettbewerb nicht dran vorbeikommen! 

Die Zeit auf Koh Tao neigte sich auch langsam dem Ende zu. Weihnachten ging dieses Jahr fast Spurlos an uns vorüber. Es gab zu viel andere Dinge zu entdecken :)

Abgesehen von der Absteige die sich Hotel nannte, sollte man wissen, dass auf oh Tao viel auf Tourismus ausgelegt ist. Man bezahlt hier schon ein paar Baht mehr als auf dem Festland, dafür bekommt man hier eine tolle Natur zu sehen und ein paar schöne, ruhige Strände :) 

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Auf nach Koh Samui

Nach vier Tagen auf Koh Tao, ging es am 25. Dezember nach Ko Samui. Mit der Fähre natürlich kein Problem! Nach vier Stunden standen wir am Nathon Pier, keine zwei Minuten später, hatten wir einen sehr freundlichen Taxifahrer gefunden, der uns beide für 400 Baht zu unserer Unterkunft brachte. Auf der Fahrt berichtet er uns von seinem Freund in Hannover und zeigte uns gleich noch ein paar nette Plätze in der Nähe. An der Unterkunft angekommen, checkten wir erst mal das Appartement und wir waren wirklich sehr erleichtert: Sauber, wirklich nette Angestellte und täglicher Zimmerservice. Auch zwei Flaschen Wasser gab es wieder umsonst. Und zwar täglich! Zimmer gut, alles gut?! Na schauen wir erst mal den Strand an. Der ist auch nur 5 Minuten Fußweg von uns entfernt. Auf dem Weg dahin entdeckten wir gleich einen kleinen Supermarkt und einige Garküchen. Zu unserem Glück gibt es auch auf Koh Samui einen Pancake-Mann. Wer jemals nach Thailand kommt, muss unbedingt diese kleinen Pfannkuchen mit Banane oder Nutella oder Kokosmilch oder am Besten mit allem drauf probieren! Ob sie schmecken, sieht man schon daran wie gut besucht diese kleinen Stände sind. Der Pancake-Mann wirbelte von einer Bestellung zur Nächsten, war aber immer sehr freundlich und wirkte trotz der vielen Arbeit zufrieden und ausgeglichen.

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Mr. Pancake Man

Gleich gegenüber der Garküchen war eine kleine Seitenstraße - zum Strand, hier entlang. Vorbei an weiteren kleinen Bars kamen wir endlich direkt ans Meer. Die Sonne stand hoch am Himmel, der Wind wehte leicht, Palmen und nur wenig Menschen. Leider hatte auch hier das Wasser nicht die von uns gewünschte Farbe, so dass wir uns auch hier schnell einig waren, dass wir uns das Geld für einen Tauchgang sparen können. Das Wasser ist einfach zu trüb. 

Aber auch das ist auf Koh Samui kein Problem. Es gibt genug zu sehen und da wir direkt beim Hotel auch Roller mieten konnten, taten wir das auch. Auf Koh Tao hatten wir schon so unsere Bedenken, weil die Straßenverhältnisse nicht die Besten waren. Wir waren uns sicher das es auf Koh Samui besser sein wird... Leider hat Koh Samui eine Hauptverkehrsstraße (Ringstraße), die einmal um die ganze Insel geht. Die ist wirklich stark befahren und es machten sich schon wieder Zweifel breit. Dazu kommt auch noch der Linksverkehr...Doch lieber Taxi fahren? Das kostet aber wieder mehr und andere fahren ja auch Roller... Wir nahmen gleich zwei Roller und düsten einfach drauf los. Schneller als wir gucken konnte, waren wir auf der Ringstraße und mitten drin im Gewusel. Das Wichtigste lernte man sofort, die Hupe ist zum hupen da! Die Thailänder fahren fast alle ohne Helm und die Helme die wir bekommen hatten, waren vielleicht auch mehr als Sonnenhut zu gebrauchen. Die Helmpflicht nimmt man hier nicht ganz so ernst ;)

Nach 11 Km erreichten wir unser erstes Ziel, die Big Buddha Statue. Wir waren so erleichtert, dass wir die erste Mopedfahrt so gut gemeistert hattet, dass wir uns erst mal ein Eis gönnten. Um die Statue herum, gab  es wieder viele kleine Verkaufsstände und ein paar Mönche, die die Leute daran erinnerten, sich wenigstens ein Sarong über die Schultern zu legen und die Beine zu bedecken. Die Thailänder sehen es grundsätzlich nicht gern, wenn Touristen mit freiem Oberkörper rum laufen. Schon gar nicht an solchen Tempelanlagen bzw. Gebetsstätten.

Nur einen Kilometer weiter gab es die nächste Sehenswürdigkeit, Nuan Na Ram und dem Wat Plai Leam. Eine der größten und schönsten Tempelanlagen auf Koh Samui. Die Anlage wurde erst im Jahr 2004 erbaut, sie wird aber seit dem ständig erweitert. Die beiden großen Statuen und der Tempel, stehen in einem kleinen See, der voller Welse ist. Die Fische darf man übrigens auch füttern. Das tolle an diesen Ausflugszielen ist, dass man keinen Eintritt zahlen muss!

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Big Buddha - Nuan Na Ram - Wat Plei Leam
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Khun Si Wasserfall

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Khun Si Wasserfall. Dieser lag ca. 11-12 km von unserem Hotel entfernt. Da dieser Wasserfall natürlich im Landesinneren lag, nahmen wir dieses mal auch die Ringstraße, sondern sind durch den Dschungel gefahren. Es führt zwar eine Straße durch den Dschungel, aber hier sind nur wenige Menschen unterwegs. So konnten wir uns ganz gemütlich und entspannt die Natur anschauen und die Aussicht von den Bergen genießen. Die letzten 700 Meter zum Parkplatz war dann nur noch eine Schotterpiste, über Stock und Stein. Als wir am Parkplatz ankamen, begrüßte uns ein Thailänder der dort Getränke verkaufte und auch eine Toilette zur Verfügung stellte. Für 10 Baht konnte wir das WC benutzen, übrigens war es hier sehr sauber. Der Eintritt war auch hier kostenlos. 

Wir machten eine kurze Verschnaufpause und saßen ein paar Minuten auf der Terrasse, von der man eine Wahnsinns Ausblick über den gesamten Dschungel hatte. Zum Wasserfall führte ein Trampelpfad in den Dschungel. An dieser Stelle waren wir dann froh, dass wir unsere Wanderschuhe angezogen hatten. Nach ca. 15 Minuten Fußmarsch, kamen wir dann zum Wasserfall. Zu unserem Glück waren neben uns nur noch eine andere Familie da. Ein schöner Ort zum Verweilen... Vom Wasserfall aus fuhren wir dann zum ca. 6 Km entfernten Hin Ta & Hin Yai Felsen. Auch Großmutter und Großvaterfelsen genannt. Die Form der Felsen erinnert an das weibliche und männliche Geschlechtsteil. Die Felsen liegen am südlichen Lamai Beach und wenn man der Legende glauben darf, dann erlitt ein Ehepaar Schiffbruch und versteinerte an dieser Stelle. Von den Einheimischen werden sie übrigens als Fruchtbarkeitssymbol verehrt. Diese Sehenswürdigkeit gehört zu den Bekanntesten der Insel und ist damit auch sehr gut besucht. Der Weg zurück zum Hotel führte uns dann aber über die Ringstraße, weil sich das Wetter langsam verschlechterte.

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Hin Ta & Hin Yai

Die Mopeds waren für 3 Tage gemietet und das muss auch genutzt werden. Ein anderer Wasserfall wollte erkundet werden, der natürlich auch im inneren der Insel versteckt war. Also ging die Fahrt am nächsten morgen weiter. Ein kurzes Stück auf der Ringstraße und dann wieder Landeinwärts. Tanken kann man in Thailand ja an jeder Ecke...dachten wir zumindest! Am Vortag konnte am alle 10 Minuten eine Flasche Gasolin kaufen. Na ja, die Tanks sind noch halb voll, irgendwo wird es schon was geben.... Also erst mal vorwärts durch den Dschungel. Wie am Vortag waren auch hier kaum Menschen unterwegs und der Weg führte uns natürlich wieder steile Berge hoch. So langsam veränderten sich die Straßen, teilweise lag Geröll auf der Fahrbahn, dass vom Abhang runter kam. Allmählich zweifelten wir daran, weiter zu fahren. Als wäre es ein Zeichen von oben, kam Nadine beim nächsten Berg von der Fahrbahn ab und rutschte in die Wasserrinne, die links und rechts das Regenwasser ableiten sollten. Hinter dieser Regenrinne ging es einfach nur BERGAB! Der Schock saß tief, aber zum Glück ist nichts weiter passiert. Allerdings zeigten die Tanknadeln fast Null an.

Doch aufgeben wollten wir auch nicht. Wir fuhren noch ein Stück weiter, bis die Straße endete und ein Weg aus Sand, Schlamm und Steinen begann. Wieder kamen diese Zweifel. Wir machten eine kurze Pause, da kam ein Pickup den Berg hoch. Zwei Thailänder die uns fragten wohin wir denn wollten. Tree of Life war unsere Antwort. Die beiden lachten nur und rateten uns davon ab, mit den Rollern weiter zu fahren. Diese Gegend ist nichts für diese Dinger, eine KTM oder ein Quad wären hier angebrachter. Bevor die beiden weiter fuhren sagte der eine noch: Take Care of Yourself! Lange überlegen brauchten wir nicht und sind umgekehrt. Erst da merkten wir wie hoch wir eigentlich sind. So gefährlich es auch war, diese steilen Berge wieder runter zu fahren, so toll war aber auch die Aussicht. Über die gesamte Insel bis aufs Meer konnte man gucken. Auch wenn wir den "Tree of Life" und den Wasserfall "Hin Lad" nicht gesehen haben, hat sich diese Fahrt dennoch gelohnt. 

Die letzten Tage auf Koh Samui verbrachten wir mit Wäsche waschen, Reiseplanung und ein bisschen Zeit am Strand. Am Abreisetag wurden wir zum Pier gebracht. Von da aus ging es mit der Fähre nach Donsak. Kambodscha stand auf unserer Reiseroute!

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Erkenntnis des Tages: Take Care of Yourself!

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Von Thailand nach Kambodscha - Anfängerfehler

Die Zeit auf Koh Samui nährte sich dem Ende und so langsam mussten wir uns überlegen, welches Land wir als nächstes bereisen wollten. Die 30 Tage in Thailand waren fast um und eine Verlängerung des Visums kostet natürlich Geld... Die Entscheidung war schnell klar, wir verlassen das Land. Nach Kambodscha sollte es gehen. Aber wie am Besten dahin kommen? Als erstes mussten wir von Koh Samui auf das Festland. Hier hatten wir erst einen kleinen Schrecken bekommen. Laut Internet waren alle Fähren ausgebucht. Das konnten wir nicht ganz glauben und erkundigten uns im Hotel. Die Leute von der Rezeption waren uns gleich behilflich. Es gab zum Glück noch ein Schiff, dass jede volle Stunde fährt. Puhhh Glück gehabt! Das Hotel bot uns auch gleich an, uns für 500 Baht zum Pier zu bringen.

Hier haben wir einen kleinen Anfängerfehler begonnen! Besser wäre es gewesen am 01.01.2017 weiter zu ziehen wenn noch alle verkatert in ihren Betten liegen und nicht am 02.02.2017. 

Am nächsten Tag ging es dann los, erst mal zum Pier und dann auf das Schiff. Das brachte uns nach Donsak. Von da aus ging es mit dem Minibus weiter nach Surat Thani. An dieser Stelle sei einmal gesagt, das wir noch nichts weiter gebucht hatten, außer dem Kombiticket von Koh Samui nach Surat Thani! Von hier aus wollten wir mit dem Zug weiter nach Bangkok. Am Bahnhof angekommen, bekamen wir den nächsten Dämpfer. Wegen Silvester und Neuhjahr war ALLES ausgebucht. Das einzigste was man uns noch anbieten konnte, war der Nachtzug. Natürlich nahmen wir diesen, trotz 12 Stunden Wartezeit. 12 Stunden an einem Bahnhof warten! Na das kann ja lustig werden.

12 Stunden warten

Wie bekommt man diese Zeit am Besten rum? Als erstes gingen wir in ein kleines Restaurant direkt neben dem Bahnhof. Etwas essen und gratis Wifi. Damit hätten wir die erste Stunden ja schnell rum bekommen und jetzt? Nichts...nur warten. Menschen beobachten.... sich etwas bewegen...Kaffee trinken... 

Wir beobachteten einen sehr merkwürdigen Typen. Er sah nicht asiatisch aus, hatte dreckige und zerrisse Kleidung an und redete immer vor sich hin. Schnell war klar, das der Mensch anscheinend gestrandet war. Er stellte seinen Koffer in eine Ecke und verließ den Bahnhof. Kurze Zeit später tauchte er wieder auf, mit einer Flasche Whiskey in der Hand. An eigentlich allen öffentlichen Plätzen in Thailand ist Rauchen und Alkohol streng verboten. Aber ihn ließ man gewähren... warum auch immer. Er sprach immer mit sich selbst und kreuzigte immer die Arme vor sich selbst. Schnell hatte er einige Mönche entdeckt zu denen er sich dann gesellte. Er sprach mit ihnen und die Mönche nickten und lächelten. Anscheinend wollte er den Zug nehmen der gerade in den Bahnhof einfuhr, doch der Schaffner ließ ihn nicht in den Zug. Wahrscheinlich weil er zu betrunken war?...Er legte sich auf die nächste Bank und schlief ein. Wir fühlten uns nicht ganz behaglich in dieser Situation, hoffentlich spricht er uns nicht an.

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12 Stunden warten am Bahnhof in Thailand

Die letzten paar Stunden haben wir einfach nur mit sitzen verbracht, sitzen und warten und das Treiben beobachten! Jeder Zug der in den Bahnhof einfuhr war restlos überfüllt. Wir konnten die Tage davor nicht glauben, das wirklich alles ausgebucht war. Jetzt wurden wir eines besseren belehrt! Haufenweise Touristen wollten das Land verlassen. Mit dem ein oder anderen kam man kurz ins Gespräch, aber nur Oberflächlich. Irgendwie waren alle im Stress, nur wir nicht ;) 

Später am Abend lernten wir einen älteren einheimischen Herren kennen. Er hatte sich gerade etwas zu essen gekauft und suchte einen Sitzplatz. Marco nahm seine Tasche von der Bank und bot ihm den Platz an, so kamen wir ins Gespräch. Sein Englisch war überraschend gut. Er wollte nach Hat Yai, was im Süden von Thailand liegt. Als er hörte das wir nach Kambodscha wollte, war er absolut nicht begeistert. Wir sollten Kambodscha auslassen und gleich nach Vietnam. "Cambodia is not good!"....   

Langsam plagte uns wieder der Hunger. Schnell was auf die Hand, in Thailand kein Problem. Hier hat man bei jeder Mahlzeit immer das Gefühl, das man etwas vollwertiges gegessen hat. Reis, Gemüse, ein bisschen Hühnchen... Alles was man braucht :)

Mittlerweile war es natürlich schon dunkel geworden und die Polizei verteilte Flyer. Ein Flyer der einen über mögliche Gefahren im Nachtzug aufklären soll. Zum Beispiel sollten Alleinreisende Frauen niemals das untere Schlafabteil nehmen oder Getränke von fremden annehmen... Irgendwie logisch, aber doch etwas beängstigend! Kurz nachdem wir den Flyer aufmerksam durch gelesen hatten, kam unser neuer Freund mit einem Kaffee für uns in der Hand. Natürlich eine sehr nette Geste, allerdings hat uns der Flyer sehr abgeschreckt. Ganz ehrlich, hätte er uns den Kaffee davor ausgegeben, wir hätten ihn getrunken!    

Es war 23.58 Uhr. Der Zug kam und war pünktlich auf die Minute. Die Schaffner schiebten die Fahrgäste zum richtigen Wagon. Der erste Eindruck: Wow! Der Schlafwagen war von innen wirklich modern. Auf der linken sowie auf der rechten Seite waren jeweils zwei Betten übereinander. Jedes Bett hatte einen Vorhang, so hat jeder Fahrgast ein bisschen Privatsphäre. Wir hatten die letzten zwei Betten, zum Glück oben und uns gegenüber :) Dazu war der Waggon Video überwacht. Endlich konnten wir uns hinlegen. Die nächsten neun Stunden konnten wir schlafen, dann waren wir zurück in Bangkok.

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Nachtzug mit Schlafabteil

Back in Bangkok

Am nächsten Morgen wurden nach und nach die Betten umgebaut. Das obere wurde eingeklappt, das untere wurde zu zwei Sitzbänken mit einem Klapptisch in der Mitte. Der Hauptbahnhof nährte sich, doch eine Station davor stoppte der Zug, alles ging aus. Der Strom war weg. Mit uns zusammen waren noch eine handvoll Fahrgäste. Was los war, ließ sich nicht heraus finden. Selbst die Zugbegleiter waren etwas hilflos und unterhielten sich per CB-Funk. Es dauerte eine gute halbe Stunde bis es endlich weiter ging. Der letzte Rest der Zugfahrt dauerte nur noch zehn Minuten, dann stiegen wir endlich in Bangkok aus. 

Am Ziel waren wir aber noch lange nicht. Wir wollen ja schließlich nach Kambodscha. Also schnell wieder zum nächsten Ticketschalter. Es war ungefähr Zwanzig Minuten vor Zwölf, der nächste Zug fuhr um halb Eins. Gesagt, getan! Noch schnell das Proviant auffüllen und dann noch etwas Wartezeit. Allerdings wunderten wir uns an dieser Stelle, warum die Fahrt so günstig war. Für zwei Personen haben wir nicht mal zwei Euro bezahlt. Endlich kam der Zug. Zu diesem Zeitpunkt sind wir noch davon ausgegangen, das wir Sitzplätze gebucht hatten... Die Türen gingen auf und die Einheimische stürmten den Zug. Das hatten wir in Thailand noch nicht erlebt, allerdings sind wir in Thailand auch nie zuvor dritter Klasse gefahren. Wir hatten tatsächlich die Holzklasse gebucht. An dieser Stelle sei aber auch gesagt, dass es keine anderen Züge gibt, die bis zur kambodschanischen Grenze fahren. Wir hatten noch zwei Plätze bekommen, der Zug war voller als voll! Es war mehr als eng. Der Zug wird schon leerer werden, es kommen ja noch ein paar Stationen, dachten wir! Nein, es wurde voller!  allerdings waren wir in diesem Zug auch eine kleine Attraktion. Einige der Thailänder machten Fotos von uns und schienen sich über unsere Anwesenheit zu freuen :) Fünf Stunden, dann sind wir an der Endstation Aranyaprathet Railway Station. Während der Fahrt machten wir uns große Sorgen wegen dem Grenzübergang Poipet. Von dem hatten wir im Internet nur schlechtes gelesen.

  • Visa-Abzocke
  • Schlepper
  • Kopfgeldjäger
  • Lange Wartezeiten

Sicherlich wäre fliegen eine Stressfreiere Methode gewesen, allerdings ist der Zug um ein vielfaches günstiger. 

Wir waren schon sehr angespannt, zu mal auch die lange Reise nicht spurlos an einem vorbei geht....Endstation, alles aussteigen. Wie gewohnt wurden wir gleich von Tuk Tuk Fahrern belagert. Wir pickten uns einen raus, der uns dann noch mal zwei Kilometer zum Grenzübergang in Poipet brachte. Es gibt viele Stories über Poipet im Internet, wir schreiben unsere eigene.

 

Erkenntnis des Tages: Es entspricht nicht alles der Wahrheit...was im Internet steht ;-)

 

Hast du auch schon Erfahrungen zum Grenzübergang in Poipet gesammelt? Wir freuen uns sehr über deinen Bricht und vielleicht weitere Tipps?! Lass uns doch einen Kommentar da :-)

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Grenzübergang Poipet - Ein Blick hinter die Kulissen

Poipet ist einer der wichtigsten Grenzübergänge zwischen Thailand und Kambodscha. Auch eine kleine Grauzone befindet sich hier. Zwischen der eigentlichen Grenze und dem kambodschanischen Kontrollpunkt befinden sich mehrere Kasinos. Da in Thailand das Glücksspiel verboten ist, können Thailänder hier spielen ohne die Grenze nach Kambodscha passieren zu müssen.

Über Poipet gibt es viele Schauermärchen im Internet. 

  • Es gibt falsche Immigrations Büros/ dir wird ein falsches Visum angedreht
  • Lieber fliegen als ein zweites mal diesen Grenzübergang zu erleben etc.
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48 Stunden auf Achse (Von Koh Samui nach Siem Reap
Wir haben einige davon gelesen und uns davon auf der Zugreise von Bangkok nach Aranyaprathet  etwas runter ziehen lassen. Aber egal was für Gedanken wir uns jetzt auch machten, da mussten wir nun durch. Am Bahnhof von Aranyaprathet fiel uns ein anderes europäisches Paar auf. Zum Kennenlernen blieb hier allerdings nicht viel Zeit. Alles ging wieder sehr schnell. Wir sind gerade ausgestiegen und wurden schon von den ersten Tuk Tuk Fahrern angesprochen. Bis zum Grenzübergang waren es gute zwei Kilometer. Wir wussten nicht genau wo es lang ging, also folgten wir erst mal den anderen. Ein paar Minuten später standen wir am ersten Schalter und waren bereit für die Ausreise aus Thailand. Die Dame im Glaskasten schaute mehr als finster und unfreundlich. Reden konnte sie anscheinend nicht und machte immer nur irgendwelche Geesten damit man die Mütze absetzt oder sich ordentlich und richtig hinstellt. An dieser Stelle schon mal ein kleiner Tipp: Denkt an die Karte die ihr bei der Einreise von Thailand ausgefüllt habt, die wird an dieser Stelle fällig! +++Des weiteren solltet ihr ein Lichtbild dabei haben, sonst müsste ihr eine Strafgebühr zahlen+++

Die Ausreise hat schon mal geklappt. Aus dem Gebäude raus, brauchten wir nicht lange überlegen wie es weiter ging. Ein relativ nervöser und treibender junger Mann zeigte uns den Weg. Was der wohl wollte, fragten wir uns. Zeigt er uns auch den richtig Weg oder ist das ein sogenannter Kopfgeldjäger, wie im Internet beschrieben?! Wahrscheinlich wollte er Geld, weil er uns geholfen hat?...

Es dauerte nicht lang, da sahen wir ein weißes Bürogebäude. Das von dem wir im Internet gelesen hatte... Allerdings blieb uns nichts anderes übrig. Nervös drängelte der Mann uns dorthin. Im Gebäude selbst gab es ein paar Tische und Stühle, einen Schalter und eine menge gelangweilter Beamten in Uniform. Das musste dann wohl das Büro für Immigration sein. Wie in jedem anderen Land, musste man hier ein Formular ausfüllen mit den üblichen Daten. Foto drauf und ab zum Schalter. Preise waren hier für alle klar und sichtbar ausgehängt. An dieser Stelle der nächste Tipp: Achtet darauf, das ihr genügend Bargeld dabei habt! Das Formular gaben wir hier zusammen mit dem Geld und unseren Pässen ab und nahmen erst mal Platz. Da fiel uns auf, dass das andere europäische Pärchen es auch schon hierher geschafft hatte, allerdings war Sie alleine. Wir fragten uns ob es vielleicht Probleme gab???

Nach guten fünf Minuten Wartezeit waren unsere Pässe bereits fertig und wir konnten weiter zum nächsten Schalter, der gute 200 Meter von dem Bürogebäude entfernt war. Hier gab es dann noch den Einreisestempel. Hier standen wir wieder zusammen mit dem anderen Pärchen in der Schlange und siehe da, es waren auch Deutsche :). Anna und Thomas wollten auch nach Siem Reap. Mittlerweile war es schon dunkel und da wir die gleiche Reiseroute hatten, teilten wir uns ein Taxi. Thomas verhandelte hart mit den Leuten und so fuhren wir am Ende für 20 Dollar nach Siem Reap. Die 20 Dollar mussten wir bei dem "Organisationstypen" an der Straße bezahlen. Während der Fahrt fragte der Fahrer nochmal ob wir wirklich 20 Dollar bezahlt hätten. Er konnte es wohl nicht so richtig glauben und hatte scheinbar Angst von seinem Kollegen abgezockt zu werden.

 

Die Fahrt bis nach Siem Reap dauerte etwas über zwei Stunden. Ein schönes Gefühl sich nach so langer Zeit mal wieder auf Deutsch zu unterhalten. Allerdings war der Fahrer mit der Zeit wohl von uns genervt. Er drehte das Radio einfach immer etwas lauter. Die Straße war irgendwie mehr eine Sandpiste auf der man höhere Geschwindigkeiten besser vermeidet. Was hier jeder Fahrer braucht sind Hupe und Fernlicht. Von der Landschaft konnte man im Dunkel nicht viel erkennen. Das was man sah, war das bereits gewohnte Bild. Fast überall lag Müll am Straßenrand...

In Siem Reap angekommen, trennten sich unsere Wege. Der Fahrer hielt an der Straße an und wir wurden auf zwei Tuk Tuk's aufgeteilt. Die hatte der Taxifahrer schon von unterwegs kontaktiert. Noch gute zehn Minutem bis zum Hotel und dann endlich eine Dusche, etwas zu Essen und ein Bett. Gerade die Dusche tat nach zwei Tagen auf Achse wirklich gut! 

Poipet - Unser Fazit: Ein ganz normaler Grenzübergang, keine Bestechung, keine extra Kosten, keine Abzocke. Alles hatte seine Ordnung und ging seinen Gang. Die Beamten in Kambodscha waren zwar gelangweilt, aber trotzdem hilfsbereit!

Erkenntnis des Tages: Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich!

Hier kommst du zu weiteren Abenteuern: Hua Hin da solltest du mal hin...

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Fazit: Thailand, Kamodscha, Vietnam

Mehr als nur ein Vorwort:

Diesen Bericht haben wir schon länger geschrieben und haderten mit der Veröffentlichung. Warum? Vielleicht aus Angst nicht tolerant zu wirken oder einfach zu Deutsch?!  ;D Fakt ist in den meisten Blogbeiträgen liest man nur von den schönen Dingen und Erlebnissen, selten etwas negatives. Jedenfalls kommt es uns so vor.
Vielleicht wollten wir diesen Bericht auch nicht veröffentlichen, weil man die Länder nicht miteinander vergleichen sollte.
Jedes Land hat seine eigenen individuellen Schätze. Macht es Sinn die Preise, die Kulturen und die Gastfreundlichkeit, die unterschiedlicher nicht sein könnten, miteinander zu vergleichen?
Fakt ist, wir beide tun es! Wir vergleichen ständig und immer! Wir haben uns dazu entschieden euch an diesem Artikel teil haben zu lassen.
Unterwegs auf reisen sind wir emotionaler. Woran das liegt? Viele Probleme werden einen direkt vor Augen geführt, die sonst gut verdrängt werden im Alltag.
  • Armut
  • Kinderarbeit
  • Sextourismus
  • Umweltprobleme
  • Tierschutz etc.
Wir nehmen die Welt anders wahr, es fühlt sich intensiver an.
Thailand Kombodscha Vietnam Kulturschock Backpacker Reise Lowbudget Fazit
Andere Länder andere Sitten (Thailand, Kambodscha, Vietnam)

Zu beginn der Reise war unsere Denkweise das größte Problem: "Warum handeln die Menschen so?" Wir haben uns jedes mal aufgeregt und waren teilweise richtig wütend, sauer und enttäuscht. Wir haben immer gedacht, die Situation würde besser laufen wenn die Menschen organisierter handeln würden. Unser deutsches System wollten wir auf das jeweilige Land ummünzen. Der Ablauf sollte strukturiert, geordnet und zielstrebig sein. Klar, wussten wir aus unseren 14 tägigen Pauschalreisen "Andere Länder andere Sitten" nur ist dieses für 14 Tage einfacher auszuhalten als für ein Jahr ;-)

Alltagsituationen wurden Herausforderungen, es fing schon bei den Unterkünften an oder bei Ausflügen oder beim Einkaufen. Wir müssen unser bekanntes Muster, Gewohnheiten und Gedankengänge ablegen und uns dem System vor Ort anpassen. Ok, muss man nicht, man kann auch weiterhin Erwartungen haben, die enttäuscht werden, einfach nur nörgeln und meckern. So lernt man das Land und Leute aber nicht intensiv kennen und das Reisen wird sehr schnell anstrengend und kräfteraubend.

Uns an zu passen gelingt uns schon viel besser aber oft fallen wir in alte Muster zurück. Nach einem Länderwechsel brauchen wir 2 - 3 Tage um uns in dem neuen Land wohl zu fühlen und anzupassen.

Müll Asien Südostasien Kambodscha Vietnam Thailand Umweltschutz
Überall Müll -leider ein typisches Bild in Asien
Ich schreibe hier gerade das Vorwort und mir/uns wird bewusst das nicht nur das Land selbst einen großen Einfluss darauf hat wie wir es beurteilen, sondern auch das Land was wir vorher bereist haben. Von daher macht das vergleichen der Länder doch wieder Sinn, da wir unsere Erfahrungen in unseren Backpack packen und mitnehmen.
Kurzes Beispiel:
Singapur, ein Stadtstaat mit den meisten Verboten, Regeln, Konsequenzen und Geldstrafen überhaupt. Dagegen wirkt das deutsche System lachhaft. Wären wir direkt aus Deutschland nach Singapur gereist, wären wir genervt von den ganzen Androhungen. Die ganzen Warnschilder sind auch gleich mit den hohen Geldstrafen versehen. Nach dem wir mit dem Rucksack durch Thailand, Kambodscha und Vietnam gereist sind, war Singapur eine Wohltat!
Es gibt Regeln, diese werden sogar eingehalten, geordneter Verkehr, keinen Müll auf den Straßen, die Warnschilder rufen sogar zur Achtsamkeit auf. Es hat sich ein Stück nach Heimat angefühlt, die wir übrigens immer mehr zu schätzen wissen ;-)
Zurück zum eigentlichen Thema! Wir schreiben jetzt unser persönliches Fazit nieder. Uns ist bewusst, dass es teilweise von einzelnen Erlebnissen oder Personen abhängig gemacht wird und durch unsere persönliche Wertvorstellung selektiert und verarbeitet wird....diese Beurteilung ist also alles andere als sachlich ;-) dennoch könnte dieser Bericht für den einen oder anderen nützlich sein - hoffentlich!

Ländervergleich unserer Backpackerreise 2016/2017

25 Tage Thailand

Unsere Vorerfahrungen als Backpacker sind an dieser Stelle 0,00%. Wir können nur von unseren Vorerfahrungen der 5 Sterne Pauschalreisen zurückgreifen, die wir nicht in Asien durchgeführt haben.
Thailand hat uns sehr gut gefallen und wir wollen auf jeden Fall noch mal zurück um den Norden zu bereisen. Gerade als Backpackeranfänger ist dieses Land gut geeignet.
 
Transportmöglichkeiten:
Alles ist gut vernetzt und transparent gemacht. Man kann:
- die Bahn
- den Bus
- den Zug
- das Taxi
- ein Boot
- die Innenlandsflüge nutzen.
Dabei sind die Preise sehr günstig gehalten. Die Reisequalität war auch immer sehr zufriedenstellend. Egal ob Bus oder Bahn alle Fahrten, die wir erlebt haben waren sehr gut organisiert (Verspätungen oder leichte Abweichungen sind normal, darauf waren wir auch eingestellt). Der Schlafzug von Surat Thani nach Bangkok war ein Traum. Jeder hatte eine eigene und saubere Schlafkabine.
Von Bangkok nach Aranyaprathet Railway Station sind wir 5 Stunden mit dem Zug in der Holzklasse gefahren, dafür haben wir aber auch nur einen Euro pro Person bezahlt. Dennoch hatten wir hier viel Spaß mit den Locals. Als einzige Touristen in dem Waggon waren wir somit die Stars - jeder wollte ein Foto mit uns ;-)
Thailand Vietnam Kambodscha Transportmittel Sighseeing Essen Street Food
Unterwegs in Thailand (mit Auto, Tuk-Tuk, Zug, Boot, Scooter)
Sightseeing:
Es gibt sehr viele und vielfältige Sightseeing Angebote. Die Hotspots sind auch hier teilweise überlaufen und sehr touristisch. In der Nebensaison hatten wir oft das Glück den Touristenmassen aus dem Weg gehen zu können. In Thailand gibt es im wesentlichen:
- Tempel
- Wasserfälle
- Märkte
- Strände
- Dschungel... und vieles mehr zu entdecken.
Essen und Trinken:
Das Essen war phänomenal. Selbst 6 Länder danach, denken wir noch an den Sticki- Reis mit Mango oder an die große Auswahl der Streetfood Stände zurück. Lecker und günstig. Die Garküchen machten immer einen guten Eindruck auf uns und wir hatten in der ganzen Zeit keine Magenbeschwerden.
Thailand Street Food Essen Local Essen Travel Backpacker
Streetfood in Thailand ist gut und günstig
Gastfreundlichkeit/ Locals:
In Thailand hatten wir immer das Gefühl willkommen zu sein und das die Menschen wirklich an uns und unserer Geschichte interessiert sind. Wir sind schnell mit Einheimischen ins Gespräch gekommen. Teilweise haben wir uns mit ihnen lange unterhalten und ausgetauscht. Es ist nie ein Satz gefallen wie z.B. "Ich war freundlich zu dir, jetzt bist du mir einen Gefallen schuldig!" Diesen oder ähnliche Sätze haben wir in den folgenden Ländern häufiger zu Ohren bekommen. Während einer lockeren Gesprächsatmosphäre hatten wir nie/selten das Gefühl: Warum fragt der das jetzt, will er etwas verkaufen, mir etwas stehlen?
Thailand ist ein Touristen Hotspot, das hat aber auch seinen Grund.
Einen Minuspunkt gibt es leider trotzdem wegen dem...nennen wir es mal "Müllproblem". Leider ist das Thema Umweltschutz noch nicht in Thailand/ Asien angekommen.
Kein Einkauf ohne übertriebene Plastikverpackungen, es gibt keine Mülltrennung und keine vernünftige Entsorgung.
Ein erster Schritt sollte aber sein, dass jeder Tourist auf nachhaltiges Reisen achtet, aber das ist ein Blogbeitrag für sich.
Hier findest du unsere Kostenübersicht von Thailand.
Thailand Gastfreundlichkeit Travel Backpack Zwei auf Achse
Freundliche und offene Locals sind uns in Thailand begegnet

18 Tage Kambodscha

Nach unseren Thailandaufenthalt hätten wir nicht erwartet, dass uns in Kambodscha der Kulturschock trifft. Wir dachten, die Müllberge und das Verkehrschaos aus Thailnd wäre nicht mehr zu toppen. - falsch gedacht!

Reisen ist nicht immer nur Urlaub, wir haben tatsächlich noch einiges dazu gelernt.
Denkt man an Kambodscha kommen einem sofort die Tempelanlagen von Angkor Wat in den Kopf (Angelina Jolie sei Dank).
Die roten Khmer haben uns leider nichts gesagt....auch das Kambodscha jahrelang von der USA bombardiert wurde, obwohl es ein neutrales Land war. Die roten Khmer haben unter der Führung von Pol Pot Massenmorde ausgeführt.
Es ist immer wieder schockierend zu sehen was sich die Menschheit gegenseitig antut.
Wir haben in Kambodscha das Tuol-Sleng-Genozid-Museum besichtigt und sind eingetaucht in die Vergangenheit.

Wer Interesse an der Geschichte von Kambodscha hat sollte sich auf jeden Fall den Film "Der weiten Weg der Hoffnung" anschauen und/ oder folgende Bücher lesen Der weite Weg der Hoffnung* und Im Schatten des Banyabaums.

Die dunkle Vergangenheit hat uns sehr bewegt, aus unserer Sicht ist etwas Vorbereitung wichtig, um dieses Land zu bereisen. Das Auswertige Amt warnt aktuell immer noch davor ausgezeichnete Wege zu verlassen, weil es noch sehr viele unentdeckte Mienen gibt und eine Gefahr für Einheimische und Touristen besteht. Auch haben wir nie zuvor so viele verstümmelte Menschen gesehen, die die Spuren der Vergangenheit deutlich zeigen.  Auch der offensichtliche Sextourismus von Pädophilen war in den Großstädten allgegenwärtig. 

 
Menschen/ Locals:
Auf den Straßen machte sich ein Bild von Armut, Minenopfern und Kinderarbeit breit. Wir haben die Locals zu denen wir Kontakt hatten (meistens TukTuk- Fahrer, Händler auf der Straße) als sehr aggressiv wahr genommen. Teilweise wurden wir angefasst und der persönliche Raum überschritten (nichts mit einer armlänge Abstand zu Fremden). Ich hatte zum Beispiel gerade Fotos vom Könings Palast gemacht, schwupps hatte mir eine fremde Person von hinten, eine Kette um den Hals gelegt und gemeint, ich müsse jetzt dafür bezahlen.
Unser Motto in Kambodscha auf der Straße: "Nur nicht zu lange stehen bleiben!"
In Restaurants konnte man kaum ungestört Essen, es standen rund um die Uhr Kinder oder Obdachlose neben einen die um Geldspenden gebeten haben. Hört sich jetzt egoistisch an, von wegen "Konnten die reichen westlichen nicht in Ruhe essen"?! In jeden Hotel wurde aufgeklärt, dass man einzelne Personen, wie z.B. die Minenopfer oder Kinder nicht mit Einzelspenden "unterstützen" soll. Außerdem wäre man sowieso nicht mehr Herr der Lage geworden. Die Eltern schicken die Kinder zum betteln raus, das ist nicht Sinn der Sache. Möchte man das Land unterstützen, so sollte man sich lieber Organisationen raussuchen die für eine Nachhaltige und zukunftsweisende  Unterstützung sorgt. So kannst du mit deinem Urlaub/ Tourismus dort sinnvoll helfen und die Bevölkerung unterstützen. Du kannst auch Restaurants oder Hotels nutzen, die eine soziale Mission ausüben wie z.B. verwaiste Teenager ausbilden. 
 
Das Essen:
Vom ersten bis zum letzten Tag hatten wir Magenprobleme in Kambodscha. Nadine war 4 Tage richtig Krank und konnte nicht aufstehen. Insgeamt machten die Straßenfood Stände auf uns keinen besonders guten Eindruck. Es wirkte schmutzig und wir hatten eigentlich immer Insekten im Essen oder im Getränk. Von dem Gericht Lok Lak waren wir auch eher enttäuscht, das Rindfleisch war zäh und trocken.
Transportmöglichkeit:
Viele Menschen/ Backpacker sind von Kambodscha so begeistert, weil das Land so "ursprünglich ist" vielleicht hatten wir auch die falschen Erwartungen oder sind für diese Art Backpacking doch nicht gemacht. Wie oben im Vorwort erwähnt ist das Reisen immer von den eigenen Bedürfnissen abhängig. In Kambodscha gibt es keinen Personenschienenverkehr, das heißt wir mussten auf dem Bus zurück greifen. Auch hier sind wir schnell an unsere persönliche Grenzen gekommen. Die Busse waren überbucht, die Menschen mussten teilweise auf kleinen Kinderplastikstühlen im Gang sitzen. Meinen die Khmer (die Locals) man braucht von A nach B 8 Stunden, so kann man locker 14 Stunden unterwegs sein. Die Straßenverhältnisse waren nämlich auch noch sehr "ursprünglich".
 
Sightseeing:
In Kambodscha befinden sich die Tempel Anlagen Angkor Wat und ist zurecht geschützt als UNESCO Weltkulturerbe. Wir haben uns ein drei Tagesticket gekauft und waren einfach  nur fasziniert von diesem magischen Ort. Alleine dafür haben sich die Strapazen gelohnt.
Desweiteren haben wir uns die Erinnerungsstätte Toul Sleng (S - 21) Genozid Museum angeschaut, sehr empfehlenswert und danach sieht man Kambodscha doch noch  mal mit anderen Augen. Es ist immer wieder schockierend zu sehen, wozu Menschen in der Lage sind! Ein sehr trauriger Ort der kambodschanischen Geschichte!
Mönch glückbringendes Ritual Angkor Wat Tempelanlagen Kambodscha Siem Reap
Nadine mit einem Mönch der ein glückbringendes Ritual ausführt (Angkor Wat)
Kosten:
Hier kommt es wieder auf die Bedürfnisse der einzelnen Personen an. Unsere Erfahrung ist einfach, dass man kostengünstig Wohnen und Leben kann aber in der Hygiene und Komfort Abstriche machen muss. Zahlt man mehr, hat man auch mehr Qualität.
In Kambodscha haben uns am meisten die Tempelanlagen von Angkor Wat umgehauen und fasziniert. An das Meer sind wir aus verschiedenen Gründen nicht mehr gefahren. Unter anderem, weil dort eine sehr hohe Malaria Gefahr besteht und zu präventiven Mitteln/ Medikamenten geraten wird.
Hier findest du unsere Kostenübersicht aus Kambodscha.
 

30 Tage Vietnam

Menschen/ Locals:

Das Land kann man hinsichtlich der Menschen genau in der Mitte teilen. Wir haben eine gewisse Distanz zwischen den Menschen im Süden zu den Menschen im Norden wahr genommen.

Die Menschen im Süden waren offener, kontaktfreudiger und wirkten lebensfroher. Zu den Menschen im Norden haben wir nur sehr wenig Kontakt knüpfen können. Sie wirkten verschlossener, schüchterner und misstrauischer.

Diese Beobachtung wurde von einigen Locals bestätigt. Die Menschen aus dem Norden sagen über die Menschen im Süden, dass sie "verschwenderisch und faul" sind. Andersherum sind die Menschen aus dem Norden "knallharte Geschäftsleute und können das Leben nicht genießen".

Als wir unser Hostel in Ninh Binh erreicht hatten, meinte der Rezeptionist: "Ach du schreck, ihr kommt von den Menschen aus dem Norden, keine Angst ab hier erwartet euch wieder Herzlichkeit."

In Saigon haben wir einen Vietnamesen kennengelernt, der 5 Jahre in Deutschland gewohnt hat. Er leitet in Saigon ein großes Restaurant. Er berichtete uns, dass er zur Unterstützung für sein Restaurant einen Manager aus dem Norden einstellen wollte. Als er sein Personal gefragt hat, was sie darüber denken, wurde ein Mensch aus dem Norden einstimmig abgelehnt.

Ist das eine gelungene Wiedervereinigung? Ein spannendes Thema über das es sich immer wieder lohnt zu sprechen (mit Berücksichtigung beider Aspekte natürlich).

 

Das Essen:

Fleischfresser kommen hier auf ihre Kosten. Bei dem Anblick der Auswahl von den Streetfood Ständen wurde uns teilweise übel. Ganze Enten mit Schnabel und Füße oder irgendwelche Augen gab es zur Auswahl. Um so mehr freuten wir uns über die empfohlenen Spezialitäten, die in den verschiedensten Reiseberichten zu finden waren. Zum Beispiel das Sandwich Banh Mi (eher ein Baguette) hat im Internet fantastisch abgeschnitten. Ausgehungert suchten wir so einen Stand. Eine ältere Frau klatsche lieblos alles aus ihrer Ablage zusammen in ein sehr trocknendes Baguette, brutzelte schnell über ihren Campingkocher ein Spiegelei und drückte es zu den anderen Zutaten. Keine Soße, kein Ketschup...nur super ausgetrocknete Zutaten (wer weiß wie lange diese schon dort lagen). Wir quälten es uns hungrig runter und nahmen vorsorglich eine Rennie Tablette aus unserer Reiseapotheke. Das Zeug wirkt Wunder!!!

Die Begeisterung über das Essen hat sich in Grenzen gehalten. In Ninh Binh haben wir die besten Frühlingsrollen mit Erdnusssoße gegessen, alleine dafür würden wir noch mal zurück fahren ;-). Auch das Essen auf dem Boot in der Halong Bucht war spitzenmäßig. Unglaublich was man alles mit zwei Herdplatten kochen kann.

Streetfood ist hier nicht Jedermanns Sache!    

 

Transportmöglichkeiten:

Das ist ein Thema an das wir nicht gerne zurück denken. Die Bussen waren meistens überbucht und wir hatten ständig Diskussionen unseren bezahlten Sitzplatz auch zu bekommen. Im Schlafbus sollten wir im Gang schlafen. Als die "Organisatorin" starken Widerstand und Protest von uns zu spüren bekam, ließ sie von der Idee ab. Wir mussten zwei Stunden auf den nächsten Bus warten.

Der Zug kann ein angenehmes Transportmittel sein, so haben andere Backpacker jedenfalls positiv Berichtet. Als wir zum Beispiel in Hue zwei Tage vor unserer Abfahrt ein Ticket buchen wollte, war leider schon alles ausverkauft. Irgendwie ist das Glück nicht auf unserer Seite. Dann also die Holzklasse?! Wir sind 20 Stunden in der Holzklasse nach Saigon gefahren. Das positive: Wir hatten Sitzplätze. Das negative: Unser Wagon war überbucht, die Menschen saßen auch hier wieder auf kleinen Plastikstühlen im Gang.  Die Klimaanlage ist ausgefallen und man konnte nur zwei Fenster halb öffnen. Zu allem Übel war die Toilette irgendwann übergelaufen und Urin lief den gesamten Boden entlang.

Achja, die Menschen im Norden (Cat Ba) scheinen auch gern mal eine Bong zu rauchen bevor sie Menschen transportieren: hier geht's zu unserem passendem YouTube Video.

 

Sightseeing:

Die Flora und Fauna hat uns umgehauen. Das Land war das vielseitigste das wir gesehen haben.

- Berge und Reisterrassen im Norden

- mit dem Boot durch die bizarren Felsbuchten in der Halong Bucht

- Traumstrände

- Sanddünen

- Höhlen

- Wasserfälle und vieles mehr.

 

Kosten:

Wir haben immer zwischen günstigen und etwas teureren Unterkünften gewechselt. Wir sind einfach keine Low - Budget - Reisende. Wir lieben einen gewissen Komfort. Hier findest du unsere Kostenübersicht von Vietnam.

 

Bist du als Backpacker unterwegs bereist du nicht nur die Welt, sondern machst eine Reise in dein Inneres. Wir sind Dankbar über jede positive wie auch negative Erfahrung. Wir haben einiges über uns gelernt und die Erfahrungen haben uns gezeigt was für Backpacker wir sind. Sammle deine eigenen Erfahrungen in den jeweiligen Ländern und finde deinen eigenen Reisestil. 

 

Deine Meinung interessiert uns! Welche Erfahrungen hast du in den jeweiligen Ländern gesammelt?

Hier findest du weitere Abenteuer: Das Wrack der Uss T Liberty Teil 1

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