Ein ganz persönlicher Beitrag - Wie erging es mir nach der Auszeit 2016/17

Nadine möchte nach Hause telefonieren!!!

Veränderung, Corona, Komfortzone verlassen, Lebensgeschichte, Reflexion, Hinterfragen Glück, Freiheit
Welchen Planeten nennst du deine Heimat?

Jeder von uns hat mit dem Virus direkt durch eine Erkrankung, mit den Folgen oder auch mit den Rahmenbedingungen drumherum zu tun.

Die letzten Monate sind geprägt von gesellschaftlichen Veränderungen. Darüber hinaus kämpft jeder seinen eigenen ganz persönlichen Lebenskampf.

Allein wenn ich mit dem Gedanken spiele, folgende Worte zu veröffentlichen, klopft mein Herz.

Ich fange einfach mal an zu tippen und schaue selbst wohin mich dieser Beitrag führt.

Bekommt ihn überhaupt jemals jemand zu Gesicht?

Am liebsten würde ich meine bisherigen Zeilen jetzt schon theatralisch aus der Schreibmaschine ziehen, zerknüllen und in die Ecke werfen….Genauso, wie es in den Hollywood Filmen immer passiert. Auch meine Tränen, die über mein Gesicht rinnen, auf das Papier tropfen und die Zeilen unleserlich verwischen lassen, sind so ein typischen Bild, welches ich gerade im Kopf habe. Nun ja, heutzutage schreibe ich mit dem Laptop.

Diesen könnte ich vielleicht noch wutentbrannt gegen die Wand werfen, dafür bin ich definitiv zu geizig und zu kontrolliert. Außerdem gehöre ich zur Generation, die ohne Handy, Laptop und Internet nicht mehr auskommen.

So, und jetzt passiert gerade etwas, was ich immer gerne mache:

Ich verstecke mich hinter Witzen oder lenke ab. Wer kennt es noch? Nach außen hin immer alles leicht aussehen lassen, obwohl im Inneren die Hütte brennt?! Zurück zum Wesentlichen!

Wann habe ich die Schallmauer durchbrochen?

Aktuell befinde ich mich in einer Lebensphase die nach Veränderung schreit. Diese Phase ist gefühlt, aktuell eine Abwärtsspirale und ich frage mich, wann ich diese Schallmauer durchbrochen habe? Seitdem wir von unserer Backpacking-Reise 2016/17 zurückgekommen sind, war unser größtes Ziel, schnellst möglichst wieder eine Summe XY zusammen zu haben und wieder loszuziehen. Die letzten vier Jahre stand ich somit unter Strom und hatte unser Ziel immer fest im Blick.

Gefühlschaos pur

Herausforderungen, Selbstbestimmt, Fernweh, schlechtes Gewissen, Reflexion, Biographie
"Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen!" Drei Affen auf Bali.

Mit dem Plan „Der Weg ist das Ziel“ bin ich wieder in den Alltag gestartet. Wir haben uns in Deutschland eine Wohnung gesucht und unsere alten Jobs wieder aufgenommen. Schnell ist das Gefühl aufgekommen, als wären wir niemals weg gewesen. Oft genug haben wir die schönen Erinnerungen der Reise vergessen, die nur durch unsere Homepage aufgefrischt wurden. Auf der Reise war auch nicht immer alles perfekt, ABER dafür zu 100 Prozent selbstbestimmt.

 

 

Wir haben gespür,t dass wir leben! Intensive Gefühle, gefolgt von neuen Situationen, die Komfortzone verlassen und Herausforderungen meistern, fremde Kulturen kennenlernen und die wahnsinnig phänomenale Natur hautnah erleben.

Im eintönigen Alltag habe ich mich versucht abzulenken, z.B. mit einer veganen Ernährung (zu der ich immer noch stehe) oder mit Selbstoptimierung. Mit letzterem meine ich Sport und Yoga, welche mir Entspannung boten. Nebenbei haben wir an der Homepage gearbeitet und meine Englischkenntnisse verbessert.

Immer wenn mein Fernweh in mir aufgekommen ist, habe ich mir gesagt:“Sei still, du bist noch nicht an der Reihe, es braucht Zeit. Außerdem ist das Leben nun einmal nicht so, so funktioniert das nicht! Die Auszeit ist vorbei und jetzt ist das wahre Leben an der Reihe!“

Und so zogen vier Jahre an uns vorbei. In dieser Zeit hatte ich natürlich wunderschöne und sehr glückliche Momente. Dennoch vergleiche ich mich oft mit Menschen denen es „besser“ geht, Instagram ist da leider keine große Hilfe. Ich habe deswegen oft ein schlechtes Gewissen.

Diese Zeilen zu schreiben fällt mir besonders schwer, ich schäme mich teilweise auch dafür. Ich habe ein tolles privilegiertes Leben und einen liebevollen Partner, den ich direkt auf der Stelle heiraten würde (ohne ihn damit jetzt unter Druck setzen zu wollen). Dennoch habe ich diese Stimmen in mir! Ich hoffe, jetzt wird kein Hobby-Psychologe Schizophrenie bei mir diagnostizieren.

 

Ich frage mich oft, wie viele Entscheidungen habe ich in meinem Leben selbst getroffen und wie viele Wege habe ich eingeschlagen, nur weil es sich so gehört, weil es vernünftig ist, weil es der sichere Weg ist?! Wie oft habe ich dabei nur an mich gedacht? Ich möchte aber auch nicht die Welt dafür verantwortlich machen, wie es mir gerade geht und einen Schuldigen suchen. Letztes Jahr haben wir uns einen Traum erfüllt und uns ein Wohnmobil gekauft. Der Gedanke einfach mal für ein verlängertes Wochenende ans Meer zu fahren, hat uns Kraft für den Alltag gegeben. Ein paar kleine wunderschöne Touren haben wir auch erlebt und dann kam die Pandemie über unsere Welt.

Durch Covid-19 stand für mich die Welt still. Fünfzehn Wochen befand ich mich im „Home-Office“. Ich arbeite 39 Stunden in der Woche in einem Kindergarten als Erzieherin. Alles ist plötzlich weggebrochen und zu Hause bleiben war angesagt. Ich bin jeden Morgen um 8 Uhr aufgestanden und habe mir Frühstück gemacht. Dann habe ich die Home-Office Aufgaben erledigt, die natürlich keine 8 Stunden am Tag abgedeckt haben. Ich habe Bücher gelesen, Sport gemacht und an unserer Homepage gearbeitet.

 

Nach den fünfzehn Wochen dachte ich, ich könnte mit voller Energie wieder in den „normalen“ Alltag starten. Die Erkenntnis jedoch traf mich hart. Nach einer Woche war ich schon wieder so ausgepowert, dass ich freitags um 20 Uhr auf dem Sofa eingeschlafen bin. Wo war meine Energie, wie vor der Corona-Pandemie hin? Ich glaube, durch die fünfzehn Wochen Zuhause ist die ganze Last der letzten drei Jahre abgefallen, ich habe gar nicht wahrgenommen, wie ich unter Strom stand. Nach zwei Wochen arbeiten folgte der nächste Schlag, auf der Arbeit hatte ich Kontakt zu einem Corona- Infizierten. Auf der einen Seite freute ich mich auf die Zeit Zuhause, auf der anderen Seite war die Angst groß, dass man sich angesteckt haben könnte. In diesen zwei Wochen Zuhause machte ich nur das Nötigste. Dieses Phänomen habe ich allerdings von vielen Leuten gehört. Genervt von Corona und den damit verbunden Rahmenbedingungen ging gar nichts mehr. Mein Akku war leer!

Hinterfragen des Lebenskonstrukts

Mit sechzehn Jahren habe ich mich dazu entschieden, Erzieherin zu werden und war mit der Entscheidung auch viele Jahre sehr glücklich. Die Arbeit mit Kindern zwischen 3-6 Jahren liebe ich absolut. Die Kinder geben einem so viel Liebe, Kreativität und Freude. Die Entwicklungsschritte in dem Alter sind grandios und das zu beobachten begeistert mich immer wieder.

 

Dennoch muss ich mir immer mehr eingestehen, dass die Rahmenbedingungen in diesem Job nicht mehr meinen Vorstellungen entsprechen. Vieles ist einfach aus meiner Sicht „verschlimmbessert“ worden. Ich habe immer öfter gegen meinen eigenen Instinkt oder Willen/ Pädagogik gehandelt. Teilweise hatte ich eine komplett andere Sicht auf die Dinge und fühlte mich wie ein Alien, welches gerade gelandet ist und die Sprache und Gestik der anderen nicht deuten konnte. Die Gedanken dazu fühlten sich wie eine Never-Ending-Story an. Seit 2008 arbeite ich in der gleichen Kita. Liegt es einfach nur an mir, muss ich gelassener werden? Bringt eine Veränderung etwas? Warum bin ich so lange unzufrieden und verändere dennoch nichts? An Stellen mangelt es jedenfalls nicht. Welche Alternativen habe ich denn noch? Wieso muss das Wochenende eigentlich immer so schnell vorbei sein? Diese Gefühle und Gedanken sind ziemlich unbefriedigend oder? Ich hätte mir zu Beginn der beruflichen Laufbahn niemals vorgestellt, dass es so enden würde?! Ich bin einfach so frustriert. Es ist höchste Zeit, etwas in meinen Leben zu verändern, aber was?!

 

Ist es die Angst vor dem Ungewissen oder die Angst die Sicherheit aufzugeben?! Die Kontrolle ist nicht nur die kleine Schwester von Angst, sondern der direkte Handlanger und das spüre ich aktuell immer wieder.

Ich hörte mir immer mehr Podcasts und las Bücher über Selbstoptimierung „Finde zurück zu dir selbst, werde gelassener, achtsamer.“ Dennoch hatte ich das Gefühl, dass ich mich in einer Abwärtsspirale befand und diese aus meiner Sicht schwammigen Bücher, machten mich wütend und hilfloser.

„Finde deine Nische, welche Fähigkeiten hast du noch?“ Wenn ich eins weiß, dann ist es, dass ich nichts mehr weiß! Fähigkeiten habe ich viele, aber keine ist aus meiner Sicht so grandios, um damit Geld verdienen zu können. Jedenfalls sind es meine Gedanken die mir das ganze einreden. Ist es nur meine Wahrheit? Versucht mein Unterbewusstsein mich klein zu halten und die Handbremse anzulegen, mich zu manipulieren? Aber warum? Habe ich Angst, meine Komfortzone zu verlassen und wenn ja, warum und wovor? Welche Glaubenssätze habe ich über mich und die Welt und warum habe ich diese? Warum bestätige ich mir meinen Glauben nicht gut genug zu sein für alternative Wege? Irgendwie habe ich das Vertrauen in mich verloren und finde den Weg zurück zu mir selbst nicht.

Zwei Aliens sind gelandet und möchten nach Hause telefonieren

Die Stimmen in meinem Kopf werden immer lauter, diese zu ignorieren bringt nichts mehr. Meine Seele möchte mit mir kommunizieren.

Ich war immer gut darin, meine Gefühle in eine Kiste zu packen und wegzuschließen. Auf keinen Fall wollte ich Gefühle zeigen oder gar Verletzlichkeit, beziehngsweise nur in dem Rahmen, wie ich es mir und den anderen zugemutet habe. Den "Gefühlsköder" auswerfen und rechtzeitig wieder einholen, bevor der Fisch anbeißen konnte. Tolle Metapher oder? Kannst du dir das auch so schön bildlich vorstellen, wie ich es mir gerade?

Aktuell merke ich aber wie anstrengend es ist diese „Fassade“ aufrecht zu erhalten.

Vielleicht sollte man sich auch einfach mal die negative Gefühle wie Frust, Angst und Wut, erlauben. Einfach mal entspannt mit seinen Gefühlen umgehen, ohne großartig darüber nach zu denken, was die anderen jetzt über mich denken. Einfach mal nicht die innere Handbremse ziehen und alles zu lassen, um danach wieder klarer denken zu können. Ich möchte keinen Widerstand mehr zu mir selbst spüren, weil ich die Gedanken und Gefühle verdränge. Ich möchte es fühlen, annehmen und dann wie eine Seifenblase loslassen, rauspusten und der Blase beim Zerplatzen zusehen. Sich selbst einfach mal erlauben, eine Pause ein zu legen. Mit Marco kann ich gut über alles sprechen, er erlaubt mir die Gefühle zuzulassen und versucht, Lösungswege und neue Perspektiven mit mir zu finden. Er kann mich gut verstehen und fühlt in vielen Bereichen das Gleiche. Zwei Aliens sind gelandet und möchten nach Hause telefonieren! Fühlst du dich auch oft als Alien und unverstanden?

Unser Lebenswandel und Gefühlschaos

Geldsparen: Fluch und Segen

Verbunden mit unseren Träumen ist ein großes Ziel, und zwar so viel Geld zu sparen wie möglich. Früher ging ich wöchentlich shoppen, um jedes Wochenende freitags und samstags ein neues Disco Outfit präsentieren zu können. Das Wochenende war ruiniert, wenn mal keine Party oder gute Veranstaltung in Sicht war.

Essen bestellen und verschiedene Freizeitangebote waren mein Alltag. Nachdem immer mehr der Wunsch aufkam, zu reisen und uns diese Reisen so viel gegeben haben, haben wir den Konsum komplett eingeschränkt. Neue Kleidung gibt es nur, wenn ich alte Sachen verkauft habe oder diese so kaputt waren, dass es an der Zeit für den Mülleimer war. Okay, kleine Rückfälle sind nicht ausgeschlossen. Durch die vegetarische und vegane Ernährung war selbst kochen angesagt. Dies ersetzte gleichzeitig ein Hobby. Über Ernährung lesen, Rezepte aussuchen, einkaufen und kochen machte uns Freude, und gleichzeitig bewirken wir etwas positives für unsere Umwelt.

Früher, zu Beginn unserer Beziehung, vor sieben Jahren, hatten wir den Wunsch ein großes eigenes Grundstück mit riesigem Haus zu besitzen. Heutzutage verkaufen wir unsere DvD- Sammlungen und all unser „unnützes Hab und Gut“.

Ein Tiny House oder ein Bauwagen zur Wohnung umbauen steht jetzt auf unserer Bucket-Liste.

Geld sparen bereitet uns mittlerweile sogar richtig viel Freude, Dagobert Duck wurde unser zweiter Vorname. Der Titel heißt allerdings „Fluch und Segen“. Fluch ist es, wenn man so in dem Sparmodus gefangen ist, dass man gar kein Geld mehr ausgeben mag. Jeden Euro dreimal umdreht und hinterfragt, wie nützlich die Anschaffung wohl im Endeffekt ist. Es ist so weit gekommen, dass wir uns einen richtig tollen Luxus Urlaub leisten wollten. Am liebsten ein All-Inclusive-Pauschalurlaub auf den Malediven. Wir gingen in ein Reisebüro und ließen uns beraten, wir schauten Dokus im Internet, lasen andere Reiseblogs. Am Ende waren wir so unsicher, was das Richtige für uns ist, das wir lieber gar nichts gebucht haben und das Geld lieber sicher auf unserem Konto wissen. Da kommen wir zum nächsten Thema von mir bzw. uns:

Unsere falsche Erwartungshaltung

Mexico, happiness, frei sein, leben genießen, zufrieden sein
"happiness is not a destination, it e a way of life"

Unsere Backpackingreise 2016/17 unternahmen wir mit einem Low-Budget-Plan. Mehr Infos dazu findst du unter: (Unsere Lowbudget Realtät) oder Fazit: Thailand, Kombodscha, Vietnam) Wir waren oft überglücklich, es gab einige Momente, wo ich vor Freude und Glück weinte, dennoch gab es auch genug Tiefpunkte. Diese Tiefpunkte haben uns immer besonders hart getroffen. Letztendlich haben wir das Geld „hart“ erarbeitet und uns somit unser Glück mit Seelenleid erkauft. Es ist vielleicht etwas überzogen, und in der Situation war es uns auch gar nicht bewusst. Wir haben uns vom Schicksal um unser Happyend betrogen gefühlt, so saß die Enttäuschung tief saß, wir haben uns richtig in unserer Wut und Enttäuschung gesuhlt.

Als wir nach der Reise in unserer neuen Wohnung das Videomaterial und die Bilder gesichtet haben, haben wir uns oft reflektiert und ärgern uns im Nachhinein darüber. Wir haben uns in eine Opferrolle begeben und unsere eigenen Dramen geschaffen.Warum sind wir nicht gelassener und gehen flexible auf die jeweilige Situation ein.

Wir sind selbst an der Reihe, die Situation zu bewerten und das Beste daraus zu machen! Zum Ende der Reise ist es uns allerdings schon einfacher gefallen, dennoch möchten wir noch mehr daran arbeiten. Wie heißt der schöne Spruch:“Baue dir einen Weg aus den Steinen die dir in den Weg geworfen wurden!“ Mittlerweile können wir über die Situationen lachen und haben viele Fehler erkannt. Hoffen wir das Beste für die nächste Reise!

Unsere Reisepläne, nur eine Flucht?!

Den Vorwurf, dass unsere Reisepläne nur eine Flucht darstellen, haben wir oft zu hören bekommen. So dass ich mir ernsthafte Gedanken dazu gemacht habe. Könnten die Personen recht haben? Wovor flüchte ich denn dann? Vor dem Alltag? Klare Sache! Obwohl sich auf Reisen auch ein Alltag entwickelt, der nerven kann. Wo schlafen wir als nächstes, wo finden wir die nächsten günstigen Flüge. Teilweise saßen wir stundenlang am PC.

Flüchten wir vor uns selbst? Jeder, der schon einmal gereist ist, weiß, das man unterwegs sich selbst am nähesten ist. Wir haben schockierende Bilder gesehen,:Armut, Sextourismus und Tierleid.

 

Worauf hin wir unser eigenes Leben reflektiert und Dankbarkeit gelernt. Dennoch kann ein privilegiertes Leben nicht immer ein glückliches Leben garantieren. Es sind nun einmal die „First-World- Problems“, die uns belasten. Dadurch habe ich immer ein Gefühl der Scham oder das ich mich für meine Gedanken rechtfertigen muss. Es gibt auf der Welt viel schlimmeres Leid, wie können meine Probleme da eine Rolle spielen?!

Für uns steht das Reisen nicht als Flucht, sondern als Rückweg zu uns selbst! Wir reisen nicht um dem Leben zu entkommen, sondern um zu leben! Wie siehst du das? Wieviel Flucht steckt in den einzelnen Reisen? Für uns ist das Reisen eine Art Medizin.

Im Alltag setzen uns viele Zweifel und Unzufriedenheit zu. Es fehlt irgendwas! Das Gefühl der Freiheit und Selbstbestimmtheit. Wir wissen, dass wir unser bisheriges Leben nicht überschreiben können oder vor etwas weglaufen können. Das war nie der Grundgedanke von uns dahinter.

Mut zur Veränderung

Ab Mai 2021 habe ich mir für ein Jahr Urlaub (ohne Bezüge) genommen. Das Ganze habe ich vor der Corona Pandemie beantragt. Niemals hätten wir mit solchen weltweiten Maßnahmen gerechnet. Kurz spielten wir mit den Gedanken, auf Nummer sicher zu gehen und die Reise zu verschieben. Schnell spürte ich bei diesen Gedanken ein flaues Gefühl in der Magengrube, so wollte ich doch schon im Juni 2020 starten. Marco hat mich dann noch als Kompromiss ein paar Monate hoch gehandelt, um ein größeren finanziellen Puffer zu besitzen. Fakt ist das ich dieses Jahr nehmen werde. Ich möchte mir im klaren über meine berufliche Situation werden und werde aktuell den Gedanken einer beruflichen Veränderung nicht mehr los.

Alle oben genannten Punkte haben sprichwörtlich das Fass zum überlaufen gebracht und ich alleine bin dafür verantwortlich, aus der Situation wieder heraus zu kommen. Ich möchte meine Komfortzone verlassen, meine Gefühle mehr beachten und wahrnehmen. Ich muss alte Blockaden und Verletzungen heilen und Schöpferin meiner Zukunft werden. Also werde ich mich auf die Suche nach Alternativen machen.

Die Festplatte im Kopf umprogrammieren

Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, aber mit diesen Zeilen habe ich meine eigene Wahrheit aufgeschrieben und indem ich es veröffentliche vielleicht etwas mehr Druck um etwas zu verändern. Ich möchte mich nicht in Dinge quetschen lassen, die nicht mehr passen.

Das ganze aufzuschreiben und mir bewusst zu machen war der erste Schritt zur Veränderung. An allen weiteren Schritten lasse ich dich natürlich teilhaben. Es ist jetzt an der Zeit, meine neuen Ziele aktiv anzugehen. Unser Leben ist immer das Resultat unserer eigenen Glaubenssätze. Diese bewusst wahrzunehmen und zu optimieren ist Teil des Prozesses.

 

„You don`t always need a plan. Sometimes you just need to breath, trust, let go, and see what happens“ Mandy Hale

 

Kennst du diese Phasen der Selbstzweifel? Steckst du vielleicht sogar selbst gerade aktuell in so einer Phase? Bist du aus deiner Phase ausgebrochen und hast dein Leben verändert? Wie gehst du mit schwierigen Phasen in deinem Leben um? Schreibe mir gerne deine Geschichte oder auch deine Tipps in die Kommentare!

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Kommentare: 3
  • #1

    Lena (Dienstag, 13 Juli 2021 17:10)

    Hey ihr Zwei,
    ich kann eure Situation so gut verstehen, mir geht es zur Zeit genauso. Ich kann mich richtig gut damit identifizieren. Es ist wichtig, daß man sich mit Leuten umgibt, die die gleichen Ziele und Vorstellungen haben. Diese Erfahrung hab ich gemacht. Hab euch eine Email geschrieben. Freu mich auf Antwort.
    LG Lena

  • #2

    Christian (Samstag, 24 Juli 2021 19:14)

    Hey Nadine, vielen Dank für deine inspirierenden Worte. Ich moechte auch spaeter im Altersheim nicht bereuen, dass ich mein Leben nicht gelebt habe.
    Ich werde naechstes Jahr auf Weltreise gehen und hoffe auf verbesserte Rahmenbedingungen. Lg

  • #3

    Zwei auf Achse (Sonntag, 25 Juli 2021 04:00)

    Vielen Dank für deine Rückmeldung Christian. Das sehen wir genauso. Alles Gute und viel Spaß auf deiner Reise. Daumen sind gedrückt.