Verletzungen und Krankheiten auf Reisen

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10 Monate sind wir mit dem Rucksack durch Asien gereist und haben unser Immunsystem auf die Probe gestellt.

Vorab haben wir uns schon einige Gedanken gemacht:
  • welche Krankenversicherung ist die richtige?
  • wie können wir uns am besten vor Krankheiten schützen?
  • wie wird die Krankenversorgung in den einzelnen Ländern sein?
Für welche Impfungen wir uns entschieden haben und was in unserer Reiseapotheke nicht fehlen durfte kannst du hier lesen.
Das wir wirklich ein Krankenhaus von innen sehen werden, hätten wir natürlich nicht erwartet, aber dazu später mehr.

 

Die Gesundheit ist das höchste Gut auf Reisen

Insekten:

Wir haben es selbst erlebt, eine neue Umgebung, Essen und Klima kann das Immunsystem auf Hochdruck laufen lassen. Wir waren uns den Risiken bewusst und haben uns immer versucht präventiv zu schützen.

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Sich vor Moskitos und den Stichen zu schützen war leider nicht immer so leicht. Nachts haben wir immer ein Moskitonetz* aufgehängt, so fern es die Unterkunft zuließ (Deckenhöhe). 

Am Tag haben wir uns mit unterschiedliche Cremes geschützt und immer auf einen geringen Deet Anteil 15% geachtet. Bei Dschungeltouren nutzten wir ein Spray mit höherem Deet Schutz*.

Die Moskitos waren leider sehr oft hungrig und haben jede auch noch so kleine Stelle ohne Deet gesucht und gefunden.

Zum Beispiel, habe ich mich mit Deet eingeschmiert und mir danach die Hände gewaschen, um nichts von dem Zeug in die Schleimhäute zu schmieren. Leider hatte ich nach einem Spaziergang 10 Mückenstiche an den Händen. 

In Vietnam durften wir das erste mal Sandfliegen kennenlernen. Innerhalb einer halben Stunde waren wir komplett zerstochen. Die Stiche jucken nicht nur fürchterlich, sondern nässen extrem. 

Zum Glück mögen diese Viecher kein Kokosnussöl.

 

Du musst darauf achten die Stiche nicht aufzukratzen und vor allem keimfrei zu halten. Tigerbalsam kann sehr gut gegen den Juckreiz helfen oder am besten hast du immer einen Stichheiler* dabei.

Verkehr:

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Der Roller ist in Asien ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Wir hatten sehr viel Respekt auf dem Scooter von A nach B zu sausen. Wir haben immer einen Helm getragen und eine Schutzbrille. Die meisten Helme hatten leider kein Visier mehr.

Du solltest genau wie in Deutschland immer vorausschauend fahren. Versuche dich in die (nicht vorhandenen) Regeln und das System einzugliedern. Ein Risiko bleibt natürlich immer aber du kannst es auf jeden Fall klein halten. Auf Flip Flops solltest du beim fahren auf jeden Fall verzichten. Ich habe ein mal die Regel gebrochen und mir beim Parken drei Dornen zwischen Fußnagel und Zeh gerammt. Das war nur das kleinste übel, wir haben ganz andere Unfallgeschichten gehört.

 

Busfahren ist übrigens auch nicht ungefährlicher. Oft gibt es nur noch einen Stehplatz im Gang. Geht ein total überladener Bus dann auch noch stark in die Eisen, kann man sich schon mal an den nicht mehr gepolsterten Stangen und Kanten Stoßen. Also seid immer Wachsam und halten die Augen auf. 

Klimaanlagen:

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Leider reagieren wir sehr empfindlich auf dieses künstliche Klima. Mit dem kühlen der verschiedenen Räumlichkeiten wird meist total übertrieben. Du kommst mit einem nassgeschwitzten Oberteil in die Mall, Bahn, Hotel oder Restaurant und deine Erkältung ist vorprogrammiert. Also solltest du immer etwas warmes dabei haben. Meine Jack Wolfskin Fleecejacke* hat mich immer vor der unangenehmen Kälte geschützt. Unsere Schleimhäute wurden auch jedes mal trocken nach einer längeren Zug oder Busfahrt. Meine Augen waren nach einer Busfahrt so trocken, dass die Adern im Auge geplatzt sind. Danach hatten wir dann immer Augentropfen und Nasenspray dabei. Damit du dich nicht erkältest, solltest du immer darauf achten, dass dich die Klimaanlage nicht direkt anbläst. Die Klimaanlagen wurden teilweise schlecht bis gar nicht gewartet und haben muffig und nach Schimmel gerochen. Leider sind die Anlagen dann schnell eine gute Quelle für Erreger. Zum Schluss unserer Reise haben wir Zimmer mit einem Deckenventilator bevorzugt.

Street Food = Durchfallerkrankungen??? :

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Strretfoodstand Hanoi/Vietnam

Oft haben wir uns vor der Reise die Frage gestellt, ob wir das Essen vertragen werden und wie unser Magen auf Streetfood reagiert.

Wir waren schon ein paar mal Krank mit Magen Darm Beschwerden. Zum Glück hat Ruhe, die Mittel aus der Reiseapotheke und eine Toilette in der Nähe ausgereicht um diese auszukurieren.

 

Die Streetfood stände sind uns immer bekommen. Allerdings solltest du darauf achten, welches Wasser benutzt wird und natürliche auf "eine gewisse" Hygiene.

 

Diesbezüglich hat uns Taiwan am meisten überrascht. Hier konnten wir jeden Abend beobachten, wie die Stände mit Reinigungsmittel und Wasser ordentlich sauber gemacht wurden.

Fieberhafte Infekte:

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Marco und ich lagen jeweils mit einem Fieberinfekt flach. Bei mir hat viel Schlaf und Ruhe ausgereicht für eine schnelle Genesung.

Bei Marco dauerte dies länger an. Aus diesem Grund machten wir uns Sorgen. Könnte es doch etwas ernsteres sein? Dengue Fieber oder Malaria???

Auf Langkawi haben wir uns dann entschieden einen Arzt aufzusuchen. Dieser stellte bei Marco eine Halsentzündung und Grippe fest. Die Medikamente hat Marco leider auch nicht gut vertragen und so blieben wir länger als geplant auf der schönen Insel Langkawi -Gesundheit geht vor!!!

Thailand: Ab ins Krankenhaus

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10 Tagen bin ich mit einer Entzündung im Knie rumgelaufen. Ok, zuerst wirkte es wie ein blauer Fleck....vielleicht gestoßen? Das sollten wir mal beobachten. Am nächsten Tag war eigentlich wieder alles in Ordnung, aber nach zwei Tagen Sightseeing durch Bangkok war mein Knie rot, dick und schmerzte. Ok....Ok...wir sind den ganzen Tag rumgelaufen, vielleicht eine Überanstrengung????Am 07.09.2017 sind wir in Phuket gelandet und unsere erste Besichtigung galt dann mal dem Krankenhaus. Es ist ein bakterieller Infekt. Ein Tag hatte mein Körper Zeit um auf das Antibiotikum anzuschlagen, sonst bekomme ich eine Injektion. Bringt das alles nichts...so sollte das ganze aufgeschnitten werden. Eigentlich wollten wir an diesem Abend unsere letzten Flüge buchen. Für den Reiseabschluss hatten wir ein echtes Highlight rausgesucht. Unsere Stimmung war im Keller!!! Es war schon sehr aufregend für uns ins Krankenhaus zu gehen. Wie werden die Hygienebedienungen sein? Zumdem hatte unsere AirBnB Vermieterin von unserer Situation erfahren und uns in der Wohnung besucht. Sie meinte gleich, dass die Touristen von den Ärzten als Geldmaschine angesehen werden. Sofort die teuersten Behandlungen veranlasst werden. Diese Aussage war ein Schlag ins Gesicht und das Vertrauen in die Ärzte war weg. Im nachhinein können wir diese Aussage nicht bestätigen. Das Krankenhaus in Bangkok habe ich danach auch noch zwei mal aufgesucht. Mein Knie wurde geröntgt und die Medikamente wurden noch mal verändert. Leider nützte dies alles nichts. Die Ursache konnte nicht festgestellt werden. Es gab einige Spekulationen. Ein Stich der sich entzündet hat. Eine bakterielle Infektion in der Haut, entstanden durch das rasieren der Beine. Es nützte nichts, wir mussten unsere Reiseplanung auf Eis legen. Ich konnte nicht mehr laufen geschweige denn mein Bein lange eingenickt lagern. Einen schweren Rucksack tragen war schon gar nicht mehr drin. So entschieden wir uns für die Rückreise nach Deutschland.

Diagnose Parasiten in meinen Beinen?!

"Sie sind dann wohl ein Fall für das Tropeninstitut Hamburg!" Diesen Satze hörte ich am 27.10.2017 von meinem Hausarzt. Noch vor der Rückkehr nach Deutschland haben sich an beiden Beinen verschieden große Beulen die stark schmerzten gebildet. "Parasiten können wir nicht ausschließen!" War ein weiterer erschreckender Satz, den man nach 10 Monaten Asien und davon 2 Monaten mit Beschwerden nicht hören möchte. Ich habe mir in Bückeburg eine zweite Meinung eingeholt. Die Ärztin hat meine Beulen dann noch mit dem Ultraschall untersucht und mich erst mal beruhigt, weil sie keine Eier oder ähnliches entdecken konnte. Zum Tropeninstitut sollte ich allerdings trotzdem. 10 Tage musste ich auch noch auf meinen Termin in Hamburg warten. Dann war es endlich soweit und die Ungewissheit sollte ein Ende haben. Es hat wirklich alles in mir gekribbelt, nicht nur meine Beine! Alleine die Vorstellung irgendwelche Würmer oder andere Parasiten in mir zu haben brachte mir Übelkeit. Im Tropeninstitut wurde ich sofort auf dem Kopf gestellt. Es wurde eine Diagnostik erstellt. In welchen Ländern wir waren und ob wir im Süßwasser schwimmen waren, wollte der Arzt von uns wissen. Jede Körperflüssigkeit wurde untersucht und festgestellt das ich keine Tropenkrankheit haben....definitiv erst mal eine Erleichterung. Die Ärzte gehen von einem Erythema- Nodosum (eine Art Knotenrose) aus, ausgelöst durch eine Magen Darm Grippe. Dieses Erythema- Nodosum sollte sich von alleine wieder zurück bilden...2 - 3 Wochen sollte ich noch Geduld haben.

Unsere Auslandskrankenversicherung:

Wir haben uns zu Beginn unserer Reise für die HanseMerkur Auslandskrankenversicherung entschieden und konnten nur positive Erfahrungen sammeln. Wir hatten immer einen schnellen und guten Emailkontakt zur HanseMerkur. Die Arztkosten in 10 Monaten auf Achse belaufen sich auf 450€ und wir haben jeden Cent zurück bekommen.

 

Fazit: Wir sind mit dem Gesundheitssystem im Ausland zufrieden und unsere "Wehwehchen" schrecken uns nicht ab sofort wieder den Rucksack zu packen und loszuziehen. Wir sagen dir nicht, dass es leicht wird. Wir sagen dir, dass es sich lohnen wird!

Deine Meinung interessiert uns! Welche Erfahrungen mit Arzt- oder Krankenhausbesuchen hast du im Ausland gemacht? Welcher Unfall oder Krankheit hat deine Reise auf Eis gelegt?

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Kommentare: 4
  • #1

    Mona (Sonntag, 14 Januar 2018 01:48)

    Oha da habt ihr ja einiges erlebt... zum Glück war das mit deinem Bein nichts Schlimmeres. Die Versicherung scheint fürs Ausland echt top zu sein.
    Liebe Grüße, Mona

  • #2

    Heloise (Sonntag, 14 Januar 2018 13:36)

    Oje, da habt ihr ja allerhand erlebt! Ich war Gottseidank noch nie krank im Ausland, nur die Mücken ziehe ich an wie verrückt, während mein Mann gar nichts abkriegt o.O

  • #3

    Zwei auf Achse (Sonntag, 14 Januar 2018 14:01)

    Danke für deinen Kommentar Mona, die Versicherung können wir weiter Empfehlen. Wirklich top!

    Heloise, das mit den Mücken kommt mir bekannt vor, irgendwie scheinen wir etwas besonderes im Blut zu haben ;-)

  • #4

    Zuckerbrotliebe (Sonntag, 14 Januar 2018 14:55)

    Wow Respekt 10 Monate. Hätte es wohl nicht länger wie 2 Wochen ausgehalten. � Da habt ihr ja echt einiges erlebt. Wahnsinn. LG