Grenzübergang Poipet - Ein Blick hinter die Kulissen

Poipet ist einer der wichtigsten Grenzübergänge zwischen Thailand und Kambodscha. Auch eine kleine Grauzone befindet sich hier. Zwischen der eigentlichen Grenze und dem kambodschanischen Kontrollpunkt befinden sich mehrere Kasinos. Da in Thailand das Glücksspiel verboten ist, können Thailänder hier spielen ohne die Grenze nach Kambodscha passieren zu müssen.

Über Poipet gibt es viele Schauermärchen im Internet. 

  • Es gibt falsche Immigrations Büros/ dir wird ein falsches Visum angedreht
  • Lieber fliegen als ein zweites mal diesen Grenzübergang zu erleben etc.
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48 Stunden auf Achse (Von Koh Samui nach Siem Reap
Wir haben einige davon gelesen und uns davon auf der Zugreise von Bangkok nach Aranyaprathet  etwas runter ziehen lassen. Aber egal was für Gedanken wir uns jetzt auch machten, da mussten wir nun durch. Am Bahnhof von Aranyaprathet fiel uns ein anderes europäisches Paar auf. Zum Kennenlernen blieb hier allerdings nicht viel Zeit. Alles ging wieder sehr schnell. Wir sind gerade ausgestiegen und wurden schon von den ersten Tuk Tuk Fahrern angesprochen. Bis zum Grenzübergang waren es gute zwei Kilometer. Wir wussten nicht genau wo es lang ging, also folgten wir erst mal den anderen. Ein paar Minuten später standen wir am ersten Schalter und waren bereit für die Ausreise aus Thailand. Die Dame im Glaskasten schaute mehr als finster und unfreundlich. Reden konnte sie anscheinend nicht und machte immer nur irgendwelche Geesten damit man die Mütze absetzt oder sich ordentlich und richtig hinstellt. An dieser Stelle schon mal ein kleiner Tipp: Denkt an die Karte die ihr bei der Einreise von Thailand ausgefüllt habt, die wird an dieser Stelle fällig! +++Des weiteren solltet ihr ein Lichtbild dabei haben, sonst müsste ihr eine Strafgebühr zahlen+++

Die Ausreise hat schon mal geklappt. Aus dem Gebäude raus, brauchten wir nicht lange überlegen wie es weiter ging. Ein relativ nervöser und treibender junger Mann zeigte uns den Weg. Was der wohl wollte, fragten wir uns. Zeigt er uns auch den richtig Weg oder ist das ein sogenannter Kopfgeldjäger, wie im Internet beschrieben?! Wahrscheinlich wollte er Geld, weil er uns geholfen hat?...

Es dauerte nicht lang, da sahen wir ein weißes Bürogebäude. Das von dem wir im Internet gelesen hatte... Allerdings blieb uns nichts anderes übrig. Nervös drängelte der Mann uns dorthin. Im Gebäude selbst gab es ein paar Tische und Stühle, einen Schalter und eine menge gelangweilter Beamten in Uniform. Das musste dann wohl das Büro für Immigration sein. Wie in jedem anderen Land, musste man hier ein Formular ausfüllen mit den üblichen Daten. Foto drauf und ab zum Schalter. Preise waren hier für alle klar und sichtbar ausgehängt. An dieser Stelle der nächste Tipp: Achtet darauf, das ihr genügend Bargeld dabei habt! Das Formular gaben wir hier zusammen mit dem Geld und unseren Pässen ab und nahmen erst mal Platz. Da fiel uns auf, dass das andere europäische Pärchen es auch schon hierher geschafft hatte, allerdings war Sie alleine. Wir fragten uns ob es vielleicht Probleme gab???

Nach guten fünf Minuten Wartezeit waren unsere Pässe bereits fertig und wir konnten weiter zum nächsten Schalter, der gute 200 Meter von dem Bürogebäude entfernt war. Hier gab es dann noch den Einreisestempel. Hier standen wir wieder zusammen mit dem anderen Pärchen in der Schlange und siehe da, es waren auch Deutsche :). Anna und Thomas wollten auch nach Siem Reap. Mittlerweile war es schon dunkel und da wir die gleiche Reiseroute hatten, teilten wir uns ein Taxi. Thomas verhandelte hart mit den Leuten und so fuhren wir am Ende für 20 Dollar nach Siem Reap. Die 20 Dollar mussten wir bei dem "Organisationstypen" an der Straße bezahlen. Während der Fahrt fragte der Fahrer nochmal ob wir wirklich 20 Dollar bezahlt hätten. Er konnte es wohl nicht so richtig glauben und hatte scheinbar Angst von seinem Kollegen abgezockt zu werden.

 

Die Fahrt bis nach Siem Reap dauerte etwas über zwei Stunden. Ein schönes Gefühl sich nach so langer Zeit mal wieder auf Deutsch zu unterhalten. Allerdings war der Fahrer mit der Zeit wohl von uns genervt. Er drehte das Radio einfach immer etwas lauter. Die Straße war irgendwie mehr eine Sandpiste auf der man höhere Geschwindigkeiten besser vermeidet. Was hier jeder Fahrer braucht sind Hupe und Fernlicht. Von der Landschaft konnte man im Dunkel nicht viel erkennen. Das was man sah, war das bereits gewohnte Bild. Fast überall lag Müll am Straßenrand...

In Siem Reap angekommen, trennten sich unsere Wege. Der Fahrer hielt an der Straße an und wir wurden auf zwei Tuk Tuk's aufgeteilt. Die hatte der Taxifahrer schon von unterwegs kontaktiert. Noch gute zehn Minutem bis zum Hotel und dann endlich eine Dusche, etwas zu Essen und ein Bett. Gerade die Dusche tat nach zwei Tagen auf Achse wirklich gut! 

Poipet - Unser Fazit: Ein ganz normaler Grenzübergang, keine Bestechung, keine extra Kosten, keine Abzocke. Alles hatte seine Ordnung und ging seinen Gang. Die Beamten in Kambodscha waren zwar gelangweilt, aber trotzdem hilfsbereit!

Erkenntnis des Tages: Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich!

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