Chumphon - Das Tor in den Süden Thailands

Als wir in Chumphon nach ca. vier Stunden Zugfahrt angekommen sind, schnappten wir uns gleich ein Tuk Tuk um zu unserem Hotel zu kommen. Die Fahrt dauerte zum Glück nicht all zu lang, ungefähr einen Kilometer bis zur Unterkunft vom Bahnhof aus. Der Weg dorthin war typisch für Thailand, viel Verkehr, viele Menschen und natürlich Garküchen!

Alle paar Meter eine. Unser Hotel lag etwas von der Hauptstraße entfernt, ein Hotel das aus Überseecontainer gebaut ist. In der Mitte gab es einen kleinen Pool, der bei den heißen Temperaturen gerade richtig kam. Jedoch wollten wir uns mit dem nicht ganz zufrieden geben, denn wir hatten uns vorher schon über Strände in dieser Region erkundigt und da gab es natürlich einen, den man mal gesehen haben sollte.

 

Sai Ri Beach

Der Sai Ri Beach sollte so gut wie Naturbelassen sein, also machten wir uns auf den Weg. An der Rezeption fragten wir nach der besten Möglichkeit dorthin zu kommen. Wie sollte es anders sein, natürlich mit einem "Bus". Der Bus war ein Pickup mit Bänken auf der Ladefläche. Die Pickup's fuhren immer von einem bestimmten Treffpunkt in der Stadt nahe dem Busbahnhof los. Zu Fuß sollten wir den Treffpunkt in ca. 15 Minuten erreichen. Leider war die Karte aus dem Hotel nicht so genau und nach kurzer Zeit mussten wir die Einheimischen nach dem Weg fragen. Leider verstanden die nicht genau wo wir hin wollten und so hielten die zwei jungen Frauen einen Mann auf dem Roller an und fragten diesen um Rat, der wiederum wusste auch nicht weiter und fragte direkt den nächsten. Es bildete sich langsam eine Traube von Menschen um uns herum. Leider brachte das alles keinen Erfolg und wir bedankten uns für die Hilfe und gingen weiter. Keine zwei Minuten später kam eine junge Frau und fragte uns ob wir Hilfe bräuchten, sie hatte die Situation aus ihrem Auto beobachtet. Zu unserem Glück sprach sie sehr gut Englisch. Kurzer Hand bot sie uns an, uns zum Busbahnhof mit ihrem eigenem Auto zu fahren.  Wir zögerten kurz, weil wir etwas skeptisch waren. Wir entschlossen uns aber dann doch, dass Angebot anzunehmen. In ihrem schwarzen Van saß noch ihre kleine Tochter, die kurzer Hand auf den vorderen Sitz kletterte um uns hinten Platz zu machen. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten. Wir konnten direkt am Busbahnhof aussteigen. So viel Hilfsbereitschaft waren wir nicht gewöhnt, waren aber überglücklich darüber.

Der Treffpunkt war auf der anderen Straßenseite, da stand schon der gelbe Pickup. Der Fahrpreis betrug ungefähr 100 Baht. Schon saßen wir hinten drauf, allerdings mussten wir jetzt noch etwas warten, weil diese Pickups jede volle Stunde los fahren. Kurz bevor es los ging gesellten sich noch ein paar Einheimische mit zu uns auf die Ladefläche. Diese Art von A nach B zu kommen ist nicht nur kostengünstig, sondern auch sehr flexibel. Wenn man unterwegs aussteigen will, drückt man einfach die Klingel und der Fahrer hält an. Und wenn du unterwegs zusteigen möchtest, dann brauchst du nur einmal vom Straßenrand aus winken und kannst Platz nehmen :)

Nach ungefähr 20 Minuten kamen wir an Sai Ri Beach an und wir waren wirklich überwältigt! Ein wirklich traumhafter Strand! Marco bezahlte den Fahrer, der meinte dann noch, dass er in ca. drei Stunden wieder zurück fahren würde und das er uns dann wieder einsammeln könnte.

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Es war zwar etwas windig, aber das störte uns nicht weiter. So konnte man sich wenigstens schön in die Fluten stürzten. Außer ein paar Windsurfern war kaum einer im Wasser und selbst viele Touristen gab es hier nicht. Dafür war man wieder mehr unter Einheimischen.  Nach ein paar Stunden nahmen wir dann den nächsten Pickup zurück in die Stadt. Nach diesem Strandtag gingen wir etwas früher schlafen, denn am nächsten Tag wollten wir den Nationalpark Mu Ko besuchen.

National Park Mu Ko

Der Nationalpark Mu Ko liegt ca. 20 Kilometer von Chumphon entfernt und laut unseren Infos erreicht man den am Besten mit einem Bus. Also ging es erst mal wieder zu Fuß durch die Stadt zur Bushaltestelle. Dort angekommen wurden wir leider abgewiesen! Warum können wir bis heute nicht genau sagen. Der Busfahrer schickte uns zu einer anderen Bushaltestelle. Von da aus fuhr aber kein Bus in die Richtung, also gingen wir zurück. Mittlerweile war ein anderer Bus da mit einem jüngerem Fahrer. Der lies uns nach kurzer Preisabsprache auch gleich einsteigen. 

Die Fahrt dauerte gute 30 Minuten. Als wir ankamen war schon jede Menge los. Wir versuchten uns erst mal zu orientieren und suchten so etwas wie den Eingang zum Nationalpark... Waren wir überhaupt richtig hier? Wir liefen erst mal den anderen Menschen hinter her. Gleich nach dem Eingang sahen wir ein "einbetoniertes" Schiff, hmmm das war bestimmt nicht der Nationalpark! 

Thailand Kriegsschiff Park Mu Ko

Alles wirkte etwas Militärisch. Da wir kein Handy zur Navigation mit genommen hatten, versuchten wir uns durch zu fragen. Ein Polizist schickte uns die Straße runter, 200 Meter meinte er. Da waren wir erst mal froh, jedoch kam nach 200 Meter nichts weiter als ein Restaurant, auch hier versuchten wir weitere Infos zu bekommen. Doch von einem Nationalpark hatte auch hie keiner Ahnung. Also gingen wir noch ein bisschen die Straßen rauf und runter... Weit und breit kein Nationalpark. Natürlich war es wieder mal richtig heiß und die Sonne brannte auf der Haut, also erst mal ein schattiges Plätzchen suchen und ein kühles Getränk. Da es sich hier nicht um den Nationalpark handelte, entschlossen wir zurück ins Hotel zu fahren. Zu unserem Glück brauchten wir nicht lange auf den Bus zu warten und so konnten wir den Tag noch entspannt im Pool ausklingen lassen! 

Wie man es von Thailand gewohnt ist, gibt es an jeder Ecke leckeres Essen! In Chumphon, war der Nightmarket direkt die Straße runter, dazu gab es noch einige Restaurants. 

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Auf dem Nachtmarkt bekommst du vom Eiscafé bis zum Fleischspieß einfach alles worauf man Hunger hat. Selbst Kleidung und Souvenirs kann man hier kaufen. Piercings und Tattoos werden direkt am Stand in einem kleinen Zelt erledigt (worauf man aber dann doch verzichten sollte). 

Erkenntnis des Tages: Chumphon sollte eigentlich nur ein Zwischenstopp sein, trotzdem haben wir hier eine tolle Zeit gehabt und wir denken, dass sich ein Besuch in jedem Fall lohnt :)

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